Einfach mal schauen, wie es läuft

Der ATSV Saarbrücken erwartet in der 2. Tischtennis-Bundesliga an diesem Samstag um 17 Uhr den MTV Tostedt in der Moltkehalle. Für Neuzugang Ann-Sophie Daub wird es die Heimpremiere im ATSV-Trikot.

Ann-Sophie Daub kam mit gemischten Gefühlen nach Saarbrücken. "Am Anfang war ich nervös, das war ja ein großer Sprung", sagt sie: "Aber das Angebot hat mich gereizt. Ich habe mir gedacht: Ich kann eigentlich nur Erfahrungen gewinnen." Den Sprung, von dem die 18-Jährige redet, hat sie diesen Sommer gewagt. Von Tischtennis-Drittligist TTSV Fraulautern wechselte Daub eine Liga höher zum ATSV Saarbrücken .

"Dieses Jahr ist so eine Art Gewöhnungsphase für mich. Der Verein macht, mir keinen Druck und wir gucken einfach mal, wie es läuft", erklärt die Abiturientin: "Im ersten Spiel habe ich mich auch direkt wohlgefühlt." Vor zwei Wochen ist der ATSV mit einer 3:6-Niederlage bei Tabellenführer TuS Uentrop in die Saison gestartet. Kein Weltuntergang, findet Daub: "Wir hatten vor dem Spiel erwartet, dass es deutlicher ausgeht." Daub verlor sowohl ihr Doppel als auch ihr Einzel, zeigte aber in beiden Spielen solide Leistungen.

Ihr Können stellt die ehemalige Südwest-Meisterin seit zehn Jahren unter Beweis. Nachdem sie Tischtennis nur als Hobby betrieb, meldete sie sich bei ihrem Heimatverein in Bous an, ehe sie mit 14 Jahren nach Fraulautern wechselte. "Ich habe bei uns an der Schule den Sportzweig gemacht", erzählt Daub, die am Saarbrücker Rotenbühl-Gymnasium die zwölfte Klasse besucht: "Ich hatte morgens in der Schule Training und habe selbst noch mittags und abends trainiert - jeden Tag." Mittlerweile hat sie das Trainingspensum heruntergefahren, steht noch dreimal die Woche an der Platte.

Für Daubs neuen Club zählt in dieser Saison nur eines: die Klasse zu halten. Mit Mariana Stoian und Anna Rossikhina haben zwei international erfahrene Spielerinnen den ATSV verlassen. Für sie sind Daub und die slowenische Meisterin Manca Fajmut neu dabei. Abteilungsleiter Wolfgang Scholer sagt: "Die Liga ist ausgeglichen und die Tabellensituation dementsprechend eng. Diese Saison wird es sicher nicht einfach." Die Chance auf die ersten zwei Punkte haben die Saarbrückerinnen im ersten Saisonheimspiel an diesem Samstag um 17 Uhr in der Moltkehalle, wenn der Tabellenzweite MTV Tostedt zu Gast ist - der ATSV kann in Bestbesetzung antreten.

Daub betont vor ihrem ersten Heimspiel mit dem neuen Verein, dass sie "jetzt erst mal alles auf mich zukommen lassen und in der Liga ankommen will". Pläne für die Zeit nach der Schule hat sie schon. "Vielleicht mache ich ein duales Studium auf der Bank - oder einfach ein Jahr Pause", sagt sie - und lacht dabei.

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