Eine Schutzlasur für die Douglasienbänke

Noch wird gebaggert, aber die spätere Ausstattung der Saarbrücker Eisenbahnstraße steht schon fest. Vom Mülleimer, der neuerdings einen Vornamen hat, bis zur Holzbank. Die wird aber gestrichen, damit sie nicht schon früh ergraut.

Die Douglasien-Holzbänke in der Bahnhofstraße, auf der Berliner Promenade und am Saarufer in Saarbrücken sind erst vor wenigen Monaten aufgestellt worden, tragen aber bereits erste Spuren von Verwitterung. Das Holz, soweit es unbehandelt ist, wechselt die Farbe von Orangegelb nach Grau.

Für Kenner hat das nichts mit Mangel zu tun, im Gegenteil, für sie ist dieser mit der Zeit immer deutlicher werdende "natürliche Graustich", der bewusst so gewollt war, sogar ein Qualitätsmerkmal. Dennoch - in der Eisenbahnstraße, wo diese Sitz- und Hockerbänke ohne Rückenlehne im nächsten Jahr ebenfalls aufgestellt werden, tragen die Verantwortlichen vorher eine Wetterschutzlasur auf.

Der Ursprungsfarbton soll damit (und durch spätere Nachbehandlungen) erhalten werden, was wohl den ästhetischen Ansprüchen der meisten Zeitgenossen entgegenkommt.

Dieses Ansinnen, vorgetragen von Cornelia Schiffer-Wortmann vom Baudezernat und von Volkmar Schulz vom Amt für Grünanlagen fand im Bezirksrat Mitte volle Zustimmung. Er konnte sich ohne große Diskussion auf die spätere Möblierung der Eisenbahnstraße und der beiden Nebenstraßen Gutenberg- und Hohenzollernstraße einigen.

Es kommen hier dieselben standardisierten Materialien und Stadtmöbel zum Einsatz wie in anderen Straßen und Vierteln auch, von den Gehwegplatten über die Baumschutzgitter und Absperrpfosten bis hin zu den Abfallbehältern des Modells "Pinto XL mit Aschebehälter". Neuerdings heißt der Mülleimer laut Katalog sogar "Otto Pinto XL" - er dürfe deshalb aber nicht teurer werden, wie SPD-Fraktionschef Herbert Meyer witzelte.

Frau Schiffer-Wortmann lobte die Baufortschritte in der Eisenbahnstraße. Um Rücksicht auf die Belange der Geschäfte und Bewohner zu nehmen, müsse das Projekt in ein Dutzend Felder aufgeteilt werden. Ende 2014 solle es nicht nur fertig, sondern sogar fertig abgerechnet sein - "eine stramme Leistung".