Eine musikalische Welt, die die Seele berührt

Heute erklingen in der Deutschherrnkapelle Liebesliedwalzer von Brahms. Auch ansonsten hat das Programm der Freunde der Kirchenmusik viel zu bieten.

Orgelkonzerte, Chormusik, Orchestermessen und Adventslieder gehören zum klingenden Angebot der "Freunde der Kirchenmusik Basilika St. Johann". "Aufgabe einer Stadtkirche wie der Basilika ist es, neugierig zu machen auf den reichen Schatz der Kirchenmusik", sagt Basilikakantor Bernhard Leonardy. "In einer wenig verorteten Zeit gilt dieses Angebot gerade auch für die vielen Menschen, die zu religiöser oder klassischer Musik bisher keinen Zugang hatten. Daher haben wir bewusst auch sehr Populäres im Programm, sozusagen Eintrittskarten in eine faszinierende Welt, die - altmodisch gesprochen - die Seele berührt."

Als Besonderheit der aktuellen Saison nennt Leonardy das Wiederentdecken einiger Saarbrücker Konzerträume. So werden in der Deutschherrnkapelle (Moltkestraße 2) am heutigen Freitag, 19.30 Uhr, Liebesliederwalzer und Zigeunerlieder von Johannes Brahms erklingen. Unter Leonardys Leitung singt das Vokalensemble `83. Organist Christian von Blohn spielt anstelle der originalen Klavierfassung erstmals eine Orgelbegleitung. Eine Wiederholung gibt es Tags darauf (Samstag, 1. Oktober, 16 Uhr) in der Neuen Heilig-Geist-Kapelle des Langwiedstifts (Bismarckstraße 23).

Jeden Samstag wird bei freiem Eintritt zur Orgelmatinee in die Basilika geladen: Zu den herausragenden Gästen zählt Leonardy die polnische Organistin Hanna Dys vom Danziger Konservatorium (1. Oktober, 11.30 Uhr). Erstmals gibt es am Tag der Deutschen Einheit ein Matineekonzert (11 Uhr): Leonardy spielt Orgelnoten von Reger, Mendelssohn, Wilhelm Middelschulte und Naji Hakim.

Zu einem Sondergastspiel am Samstag, 22. Oktober, 20 Uhr, hat sich das Mittelalterpop-Ensemble The Gregorian Voices angekündigt. "Schon seit zehn Jahren Tradition und immer überfüllt", ist laut Leonardy die Musik zu Allerheiligen (1. November, 17 Uhr): An der Orgel begleitet der Basilikakantor die Sopranistin Eva Leonardy. Mehrfach wird Leonardy zum sonntäglichen Hochamt (10 Uhr) den Chor der Basilika plus instrumentale Begleitung leiten: Als "besonderen Höhepunkt einer Orchestermesse innerhalb der Liturgie" empfiehlt er die Aufführung der Nikolai-Messe von Joseph Haydn (23. Oktober). An Christkönig (20. November) führt der Chor die Turmbläser-Messe von Fridolin Limbacher (1914 bis 1990) auf; am 25. Dezember wird die Weihnachtsmesse von Ferdinand Schubert (1794 bis 1859), dem älteren Bruder von Franz Schubert , erklingen.

Auch mit seinem Vokalensemble `83 bietet Leonardy Weihnachtliches, so am zweiten Adventssonntag (16 Uhr) ein Weihnachtsoratorium von Heinrich Fidelis Müller (1837 bis 1905). "Mitsingen!" heißt die Losung, wenn der Basilikakantor am vierten Adventssonntag (16 Uhr) an der Orgel Adventslieder und Choräle anstimmt.

An Silvester (21 Uhr) lädt Leonardy zur Verstärkung die Sopranistin Elisabeth Wiles und den Perkussionisten Bernd Wegener ein: "Die Basilika in Klang und Licht und die Königin der Nacht" verspricht ein musikalisches Feuerwerk für alle Sinne.

leonardy.org