Eine Gefährtin auf vier Pfoten

Manuela Veith hat es nicht immer leicht. Sie ist blind. Doch sie hat ihre vierbeinige Begleiterin Safija immer dabei – beim Tanzen, beim Spazieren. Und jetzt auch auf ihrer neuen Arbeit in der Telefonzentrale des Klinikums Saarbrücken.

Doppelter Zuwachs in der Telefonzentrale - seit April hat das Klinikum Saarbrücken eine neue Mitarbeiterin, Manuela Veith, die immer im Doppelpack erscheint: mit Safija, einer vier Jahre alten weißen Schweizer Schäferhündin. Safija ist immer dabei, denn Manuela Veith ist blind und Safija eine ausgebildete Blindenführhündin.

Jeden Morgen kommt Veith aus Püttlingen mit Bahn und Bus zu ihrem Arbeitsplatz in die Telefonzentrale des Klinikums Saarbrücken . Sie hat einen speziell für Blinde ausgestatteten Arbeitsplatz, mit einer Braille-Zeile, einem Gerät, das Blindenschrift darstellt und einer Sprachausgabe. Sie ist nicht die erste blinde Mitarbeiterin an diesem Arbeitsplatz.

Ohne Hund wäre es für Veith schwierig, selbständig einen Beruf auszuüben. Ihren tollen Charakter sieht man den klugen Augen der Hündin schon von weitem an. Mit ihrer netten Art, dem schönen und weichen weißen Fell und den süßen Segelohren erstürmt Safija jedes Herz. So auch die Herzen der anderen Mitarbeiterinnen in der Telefonzentrale. Sie liegt meistens zu Füßen einer der Mitarbeiterinnen .

Und sie ist wirklich super gut erzogen.

Veith erzählt: "Sie hört auf 75 Hörzeichen, "Ampel", "Weg", "Zebra", und viele mehr. Wenn ich auf dem Winterberg aus dem Bus steige, sage ich "Büro", dann bringt sie mich sicher hierher." Wenn auf dem Weg ein Hindernis kommt, weicht die Hündin ihm sicher aus. Veith hat tiefstes Vertrauen zu ihrem Hund. Vor der neunmonatigen Ausbildung zum Blindenführhund wurde Safija gründlich getestet, ob sie den Anforderungen, die an einen Blindenführhund gestellt werden, gewachsen ist.

Es ist übrigens schon Manuela Veiths dritter Hund, alle drei waren weiße Schäferhunde.

In ihrer Freizeit geht ManuelaVeith mit Safija gerne zum Polizeitanzsport in Ommersheim. Das ist ein Angebot des Polizeisportvereins speziell für Blinde. Manuela genießt auch die Spaziergänge mit Hund in der Natur.

Nur eins müssen alle respektieren: "Wenn sie das Führgeschirr anhat, darf sie nicht abgelenkt werden, denn dann muss sie ihre Aufgabe als Blindenführhund verantwortungsvoll übernehmen." Knuddelzeit ist nur, wenn das Geschirr aus ist.

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