Eine Fahne voller Rätsel

St. Arnual. Die Daarler Dabbese (DDD) haben ihre Hochsaison gerade beendet. Am Aschermittwoch war alles vorbei. Die Bühne in der Turnhalle wurde demontiert, eingelagert auf dem Wackenberg. Auch die Fahne wurde eingemottet. Sie wird 2012 ihren nächsten, aber dann umso festlicheren Auftritt haben - denn die Daarler Dabbese feiern Jubiläum

St. Arnual. Die Daarler Dabbese (DDD) haben ihre Hochsaison gerade beendet. Am Aschermittwoch war alles vorbei. Die Bühne in der Turnhalle wurde demontiert, eingelagert auf dem Wackenberg. Auch die Fahne wurde eingemottet. Sie wird 2012 ihren nächsten, aber dann umso festlicheren Auftritt haben - denn die Daarler Dabbese feiern Jubiläum. Wie bei den Karnevalisten üblich werden Jubiläen in Elferschritten gezählt. Die DDD werden 33.In einer Festschrift wird alles dokumentiert. Doch einige Rätsel werden die Chronisten noch lösen müssen. Eins hat mit der Fahne zu tun. Da sind den Karnevalisten nämlich einige Daten verloren gegangen. Funktionäre aus der Gründerzeit haben den Verein verlassen oder sind gestorben, erzählt Rolf Kurtz, der die Daten heute wieder zusammenträgt. Doch auch er hat noch nicht herausgefunden, wer zum Beispiel der Fahnenstifter Udo Port gewesen ist. 1979 hat er die Herstellung der Vereinsfahne finanziert, sein Name ist ins Tuch gestickt. In den Chroniken und alten Versammlungsprotokollen taucht der Name aber nicht auf. Wer den Harlekin entworfen hat, der Briefkopf und Fahne ziert, ist nicht überliefert. Fraglich ist auch, warum der Harlekin eine Art Peitsche in der Hand hat. Zum dreimal elfjährigen Bestehen ist noch Zeit, diese offenen Fragen zu klären. Die Vereinsfahne, die bei den Karnevalsvereinen zur Tradition gehört, ist in bestem Zustand. Sie sieht aus wie neu, hat nicht ein Fleckchen, obwohl sie beim bunten Faschingstreiben in St. Arnual immer in der ersten Reihe steht. Sie wird gepflegt, beim Einmarsch getragen und gilt als Symbol des Vereins, der heute 180 Mitglieder hat.

Der Daarler Dabbes war ursprünglich eine hauseigene Büttenfigur. Gerd Schirrmacher trat als Dabbes auf, zunächst beim Fußballverein VfR 09, der mit den "Daarler Kniesjern" eine Karnevalsgruppe unterhielt. Aus den Kniesjern wurden 1979 die Dabbese.

Fritz Weismann war der letzte "Dabbes", der noch als trotteliger St. Arnualer mit Blümchen am Hut den "Dabbes" verkörperte. Danach lebte der Name nicht mehr in der Bütt, aber dafür im Verein weiter. Die Vereinsfahne der DDD zeigt einen Harlekin. Das Kostüm des Ur-Dabbes steht stattdessen im Karnevalsmuseum in St. Ingbert.