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Eine Autowerkstatt mit Öko-Anspruch

Saarbrücken. Peter Wagner

Ein Atomkraftgegner als Inhaber einer Autowerkstatt? Für Stefan Sauder ist das kein Widerspruch. der 55-jährige gebürtige Überherrner ist ein Fan von Elektromobilität, hat aber auch keine Probleme damit, Autos mit Verbrennungsmotoren zu mögen - und auch zu reparieren, warten und zu optimieren: "Es dreht sich sehr viel um die Vermeidung von CO2", erklärt der Gründer und Geschäftsführer der Firma Comforcar. Vor 25 Jahren wurde die freie Kfz-Werkstatt in der Mainzer Straße gegründet, zog 2003 in die Arndtstraße und und fand im Herbst in der Bahnstraße 3 in Schafbrücke, direkt gegenüber der BMW-Niederlassung, eine neue Bleibe. Sauder erwarb das Gebäude einer ehemaligen Motorinstandsetzungsfirma und beendete durch eine erhebliche Investition einen langjährigen Leerstand. Der Kaufmann hat im selben Haus auch seine Zweitfirma angesiedelt: die 2010 gegründete Sogreen GmbH, die Photovoltaik und Heizungsoptimierung anbietet. Es war Ehrensache, dass in dem Gebäude moderne Solar- und Energiespartechnik verbaut ist. So werden Fußböden und Wasser von den Sonnenkollektoren auf dem Dach erwärmt. Sogreen-Vertriebsdirektor Markus Jolly fährt sogar privat einen Elektro-Sportwagen, und wer bei Comforcar sein Auto abgibt, erhält als Ersatzfahrzeug ein E-Mobil. Die Autowerkstatt mit Öko-Ambition versucht nach Worten ihres Geschäftsführers am Markt durch Qualität und Service zu bestehen, die man wiederum dank guter technischer Ausstattung liefern könne. So verfüge die Werkstatt über ein Spurmessgerät mit Lasertechnik . Weil man den Terminkalender möglichst ohne Leerzeiten plane, könne man die Arbeiten auch zu einem guten Preis anbieten. Die beiden Firmen beschäftigen nach Worten von Stefan Sauder insgesamt 20 Mitarbeiter.