Ein (zu) kurzes Vergnügen

Erst zu lang, jetzt zu kurz. Wie im Vorjahr stimmte die Distanz der 1500-Meter-Schwimmstrecke beim Top-Race-Triathlon am Bostalsee nicht. Der Wormser Daniel Blankenfuland ließ sich davon nicht beeinflussen und gewann den Wettbewerb über die Olympische Distanz.

Wie bei der Premiere des Triathlon-Wettbewerbes-Top-Race-Germany im vergangenen Jahr sorgte auch am Sonntag die Schwimmstrecke wieder für Irritationen unter den 460 Teilnehmern. 2012 war die Strecke um einiges zu lang, nun zu kurz. Der Merziger Maximilian Zenner (Tri-Sport Saar-Hochwald) benötigte für die laut Organisator Oliver Ogrizek von der Illinger Lauffabrik mit GPS vermessenen 1,5 Kilometer 15:01 Minuten. "Oh, dann ist die Strecke wohl zu kurz gewesen", wunderte sich Ogrizek.

Zum Vergleich: Der Saarlandmeister 2012 über die Olympische Distanz, Bengt Leibrock (Grojos Elversberg), hatte vor einem Jahr auf der zu langen Strecke mit 29:27 Minuten die schnellste Schwimmzeit hingelegt. Seine persönliche Bestzeit für die 1500 Meter ordnete Leibrock so um die 23 Minuten ein. Am Sonntag war er schon nach 17:02 Minuten wieder aus dem Wasser.

Zurück zum Wettbewerb: Hinter Zenner lief Christian Weyand (LTF Marpingen) als Zweiter in die Wechselzone ein und nahm mit dem Rad die Verfolgung des Führenden auf. 20 Sekunden später folgte Favorit Daniel Blankenfuland aus Worms. "Ich bin als Dritter aus dem Wasser und wusste: Auf der Radstrecke geht was", sagte der 34-Jährige. Etwa bei der Hälfte der zu absolvierenden 40 Kilometer übernahm Blankenfuland die Führung. "Das Radfahren ist nicht so mein Ding", gab der 18-jährige Zenner zu. Er verlor acht Minuten auf Blankenfuland, der auf Weyand einen Vorsprung von zwei Minuten herausfuhr. Für die 40 Kilometer lange Radrunde saß der Wormser 1:03,19 Stunden im Sattel.

"Ich konnte vor den drei Laufrunden so beruhigend nach hinten gucken", erklärte der für die LLG Wonnegau startende Ausdauersportler. Blankenfuland zog auf der Laufstrecke von zehn Kilometern konstant sein Tempo durch und gewann nach 1:59,40 Stunden den Wettbewerb souverän. Platz zwei sicherte sich der Theleyer Weyand (2:01,52 Stunden). "Ich bin damit zufrieden", freute der sich. Spannend bis zum Schluss verlief der Kampf um den dritten Podestplatz: Philipp Sahm (LTF Mauschbach), Markus Biegel (Idar-Oberstein) und Zenner lagen anfangs noch gleichauf. Hintenraus hatte Zenner dann die schnelleren Beine und lief als Dritter nach 2:04,26 Stunden über den Zielstrich. "Eine Kaderüberprüfung steht noch an, damit ist meine Saison zu Ende", so Zenner. Platz vier ging an Biegel vor Sahm.

Levke Ortlieb (LAZ Saarbrücken) beendete mit einer Gesamtzeit von 2:20,27 Stunden als Erste die weibliche Konkurrenz. Katharina Rausch (St. Ingbert, 2:22,26 Stunden) und Grit Dörr (TV Lebach, 2:22,58 Stunden) belegten die Plätze zwei und drei. Insgesamt gingen 460 Teilnehmer aus ganz Deutschland bei der zweiten Auflage des Top-Race-Triathlons am Bostalsee an den Start. "Wir waren damit ausgebucht", sagte Ogrizek.