Ein Vielseitiger in all seinen Facetten

Er war ein innovationsstarker Künstler, zu Recht mit vielen Preisen ausgezeichnet. Am Staden ist bis Ende September eine große Max Mertz-Schau zu sehen.

Er war einer der renommiertesten saarländischen Künstler der Nachkriegszeit, Träger des Albert-Weisgerber-Kunstpreises, des Kunstpreises des Saarlandes und zweifacher Ehrengast in der Villa Massimo in Rom: Max Mertz. Zurzeit erinnert Gernot Neuheisel in seiner Galerie am Staden mit einer Ausstellung an den Künstler. Und die Ausstellung beweist, dass all die Auszeichnungen gerechtfertigt waren. Max Mertz` Kunstwerke beeindrucken auch noch 35 Jahre nach seinem Tod, zumal die Ausstellung ein breites Spektrum seines Schaffens zeigt.

Da wären zuerst die kolorierten Drucke, die ungegenständliche Formen zeigen aus Schwüngen, Linien und Strichen. Auf die Weise, wie Max Mertz diese strukturierten Formen entstehen lässt und kombiniert, erinnern sie immer auch an Figuren. Überhaupt bewegte sich der Künstler häufig an der Grenze von Formauflösung und Formwiedergabe. Das Gemälde "Garten Casa Riposa", in der Ausstellung an prominenter Stelle gehängt, ist da ein schönes Beispiel. In den unterschiedlichsten Grüntönen gehalten, bestehend aus kräftigen Pinselstrichen, ist es eigentlich ungegenständlich. Nur die Anordnung der Pinselschwünge in Fächerform lässt vereinzelt an Pflanzenformen erinnern.

Aber Max Mertz konnte auch ganz anders. Das zeigen die farbkräftigen Aquarelle, die in der Villa Massimo entstanden sind. In diesen Blättern hat Max Mertz Architekturformen vereinfacht wiedergegeben, deren Frische überrascht. Und zwei Stadtansichten, einmal in sehr kräftigen Farben und kompakten Formen von Homburg, einmal ganz reduziert und licht von Corona, runden die Ausstellung ab und zeigen die Vielseitigkeit und Innovationskraft des Künstlers.

Ausstellung bis 30. September, Galerie am Staden, Bismarckstraße 62. Geöffnet Di, Mi, Fr, 15-19 Uhr, Do, Sa, 9-13 Uhr.