Ein Sinnbild für die Saison

Der 1. FC Saarbrücken II hat bei der SpVgg Wirges eine ansprechende Leistung gezeigt. Für einen Punktgewinn reichte es aber erneut nicht. Bei der 1:2-Niederlage avancierte Torjäger Dominic Altmeier zum tragischen Helden.

Ein Spiel, das sinnbildlich für den bisherigen Saisonverlauf in der Fußball-Oberliga steht. Bei der 1:2 (0:0)-Niederlage der U 23 des 1. FC Saarbrücken am Samstag bei der SpVgg Wirges investierten die Gäste wie so oft viel, am Ende standen sie aber wieder mit leeren Händen da. "Es ist schon bitter, wenn du nach dem Spiel vom gegnerischen Trainer immer Komplimente erhältst, aber trotzdem gratulieren musst. Das bringt uns gar nichts", sagte der Saarbrücker Trainer Martin Forkel resignierend.

In der ersten Halbzeit war der FCS die spielbestimmende Mannschaft. Mehr aber auch nicht. Weder den Saarbrückern noch den Gastgebern gelang es, zwingende Torchancen herauszuspielen. Nach der Pause nutze Emre Kaya die erste dicke Gelegenheit für Wirges zur schmeichelhaften Führung (53. Minute). Nur vier Minuten später erzielte der Saarbrücker Dominic Altmeier den hochverdienten Ausgleich. Nach einer Ecke traf der Stürmer mit dem Kopf. Als die Heimmannschaft auch noch einen Elfmeter verschoss, schien das Spiel endgültig zu Gunsten der Gäste aus dem Saarland zu kippen.

Drei Minuten vor Ende der Partie avancierte der Saarbrücker Toptorjäger dann aber zum tragischen Helden . "Dominic steht drei Meter vorm Tor und braucht sich nur noch die Ecke auszusuchen, schießt aber genau auf den Torwart", beschrieb Forkel die Szene, in der der FCS den Führungstreffer verpasste. Auch den folgenden Abpraller versemmelte Altmeier. Danach kam, was kommen musste. Eine Minute vor dem Ende war Lars Bohm zur Stelle, erzielte den Siegtreffer für die Gastgeber und klaute dem FCS damit den verdienten Punkt. "Mir tut es unheimlich leid für die Spieler", sagte Martin Forkel und ergänzte: "Sie investieren immer viel. Aber am Ende reicht es nicht."