| 00:00 Uhr

Ein neuer Mann in Bexbach

Von Bexbach aus nehmen die Beamten der Bundespolizeiinspektion ihre Aufgaben als Grenzpolizei, Flugsicherheit und Bahnpolizei wahr. Der bisherige Leiter, Peter Fuchs, widmet sich dem Wahlkampf, sein Stellvertreter Niels Zimmermann rückt nun nach. Fotos: Thorsten Wolf
Von Bexbach aus nehmen die Beamten der Bundespolizeiinspektion ihre Aufgaben als Grenzpolizei, Flugsicherheit und Bahnpolizei wahr. Der bisherige Leiter, Peter Fuchs, widmet sich dem Wahlkampf, sein Stellvertreter Niels Zimmermann rückt nun nach. Fotos: Thorsten Wolf
Homburg. In einigen Tagen ist ein Wechsel an der Spitze der Bundespolizeiinspektion in Bexbach fällig: Peter Fuchs, der bisherige Leiter, wird für den Wahlkampf um den Homburger OB-Posten beurlaubt, der 38-jährige Niels Zimmermann wird sein Nachfolger. Von SZ-RedakteurinChristine Maack

Niels Zimmermann heißt der künftige Leiter der saarländischen Bundespolizeiinspektion mit Sitz in Bexbach. Der 38-Jährige wird damit Nachfolger von Polizeidirektor Peter Fuchs, der sich in den kommenden Wochen verstärkt dem Wahlkampf und der Bewerbung um das Amt des Homburger Oberbürgermeisters widmen will. Das erklärten Niels Zimmermann und Peter Fuchs anlässlich eines Besuchs in unserer Redaktion, zu dem auch der Pressechef der Bundespolizei, Dieter Schwan, mitgekommen war.

Peter Fuchs, für den nun "die heiße Phase des Wahlkampfs" beginnt, wird sich in den kommenden Tagen beurlauben lassen, bis die Entscheidung über den künftigen Homburger OB gefallen ist. "Sollte ich nicht gewinnen, werde ich auf jeden Fall der Bundespolizei erhalten bleiben", betonte Fuchs, "ich bin Bundespolizist und werde es auch bleiben."

Doch nun ist für ihn erst einmal Wahlkampf angesagt. Dafür tritt Zimmermann in seine Fußstapfen, "meine erste Stelle im höheren Dienst", wie der Rheinländer betont. Niels Zimmermann ist seit 1995 bei der Bundespolizei, er wollte nach der Schule einen abwechslungsreichen Beruf, nicht nur "in der Stube hocken". Das kam auch so, denn Zimmermanns Laufbahn führte ihn unter anderem in den Kosovo, wo er sich ums deutsche Polizeikontingent kümmerte, nach Berlin ins Innenministerium und in die Pfalz. Von 2011 bis 2013 besuchte er die Polizeihochschule in Münster, um in den höheren Dienst aufzusteigen.

Er habe seinen Beruf immer interessant gefunden, es sei eine gute Entscheidung gewesen, zur Bundespolizei zu gehen, die damals noch Bundesgrenzschutz hieß, erzählt Niels Zimmermann. Auch in Bexbach fühlt er sich auf seiner Dienststelle wohl. Seit November 2013 bekleidet er den Posten als Stellvertreter des Polizeidirektors Peter Fuchs, dessen Posten er jetzt, nach einigen Monaten der Einarbeitungszeit, mit der gesammelten Erfahrung übernimmt.

Die Hauptaufgabe in der Grenzregion liege auf der Hand, sagt Fuchs: Es ist die "präventive Gefahrenabwehr", will heißen, es handelt sich um Fahndung nach Gegenständen, die Aufdeckung illegaler Einwanderung und das Auffinden von Personen, die zur Fahnung ausgeschrieben sind. Dass die Polizei kaum noch an den Grenzen zu finden ist, hat System, "wir haben ein vorgegebenes Raster, wie wir unsere Fahndung eingrenzen, deshalb müssen wir nicht an der Landesgrenze stehen, wo uns sowieso jeder erwartet", erklärt Niels Zimmermann.

Er übernimmt keine leichte Aufgabe, zumal sich unschöne Delikte häufen, zum Beispiel Aggressionen in Zügen oder an Bahnhöfen, Bereiche, die auch in die Hoheit der Bundespolizei fallen.

Die Brutalität, sagt Peter Fuchs, habe zugenommen. Niels Zimmermann macht sich keine Illusionen: die Bexbacher Inspektion ist kein Ponyhof.



Zu Gast in der Redaktion: Niels Zimmermann (links), Peter Fuchs mit SZ-Redakteurin Christine Maack. Foto: SZ/Rech
Zu Gast in der Redaktion: Niels Zimmermann (links), Peter Fuchs mit SZ-Redakteurin Christine Maack. Foto: SZ/Rech FOTO: SZ/Rech