Ein letzter Sprung – und Schluss

Im Totobad ist die Saison schon beendet, in Dudweiler und Fechingen kann noch bis diesem Sonntag, in Altenkessel am heutigen Freitag draußen geschwommen werden. Im nächsten Sommer sollen dann alle Bäder wieder eröffnet werden, versichert die Bäderbetriebsgesellschaft.

Niemand hat die Absicht, das Totobad zu schließen. So wollte das zwar dieser Tage niemand formulieren. Aber im Saarbrücker Rathaus und bei der städtischen Bäderbetriebsgesellschaft wurde versichert: Auch wenn zum Ende der Freibadsaison immer wieder auch über das Ende des Schwarzenbergbads spekuliert wird, sei das Bad nicht in Gefahr, für immer geschlossen zu werden.

Das Totobad sei das beliebteste Saarbrücker Bad - und das werde es auch bleiben, versichert Oberbürgermeisterin Charlotte Britz. Es gibt in der Stadtverwaltung keine Diskussion ums Totobad, und es werde keine geben. Auch die Geschäftsführerin der Bäderbetriebsgesellschaft, Gabriele Scharenberg-Fischer, widerspricht Gerüchten, dass aus dem Totobad ein attraktives Wohnbaugebiet werden soll. Sie wisse, dass einige der Menschen, die das Totobad mögen, immer Angst haben, es könnte eingespart werden. "Aber diese Angst ist nicht berechtigt", sagt Gabriele Scharenberg-Fischer. Sie bereite gerade eine Liste mit Investitionen für die Aufsichtsratssitzung im November vor - und da stehe selbstverständlich auch das Totobad drauf.

Dass das Schwarzenbergbad, wie das Totobad offiziell heißt, das beliebteste in der Stadt ist, belegen die Zahlen der Bäderbetriebsgesellschaft. 99 380 Besucher wurden dort in dieser Saison gezählt. In Fechingen waren es bis zum 13. September 72 596, in Altenkessel 34 079, im Freibad Dudweiler 38 268.

Die Saarbrücker Bäder, sagt Gabriele Scharenberg-Fischer, haben zwar "dank des außergewöhnlich heißen Wetters für die vergangenen Wochen hohe Besucherzahlen verzeichnen können". Und "auch die beiden schönen Septemberwochen haben viele noch für einen Freibadbesuch genutzt". Aber selbst dass das Fechinger Bad, das Altenkesseler Alsbachbad und das Freibad Dudweiler die Saison wegen des guten Wetters um zwei Wochen verlängert haben, konnte die Bilanz nicht so gut werden lassen, wie die Bäderbetriebsgesellschaft es sich gewünscht hat.

Die erste Zwischenauswertung zeige, dass es diesen Sommer etwa 18 Prozent weniger Besuche in den Saarbrücker Bädern gab als im Vergleichszeitraum 2015, sagt Gabriele Scharenberg-Fischer. Im vergangenen Jahr wurden 287 638 Besucher gezählt, in diesem Jahr waren es 244 341. Die sinkenden Besucherzahlen seien aber kein Problem, das es nur in Saarbrücken gibt, sagt die Bäderbetriebsgesellschafts-Geschäftsführerin. Die aktuelle Freibadumfrage der Deutschen Gesellschaft für Badewesen habe ein ähnliches Bild ergeben. "Wegen des regnerischen Wetters kamen im Juni 38 457 weniger Besucherinnen und Besucher in die Saarbrücker Bäder als im Vorjahr, im durchwachsenen Ferienmonat Juli waren es 44 358 weniger", hat Gabriele Scharenberg-Fischer ausgerechnet. Betroffen war auch das Totobad. Dort waren im vergangenen Jahr deutlich mehr Menschen schwimmen, nämlich 123 102. Aber trotz dieser Zahlen bestehe kein Grund zur Sorge. Denn die Bäder sind weiterhin Besuchermagneten. Und: Niemand hat die Absicht, das Totobad zu schließen.

saarbruecker-baeder.de