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Ein Fest für die Eingebürgerten in Saarbrücken

Saarbrücken. Jedes Jahr wird in Saarbrücken ein Einbürgerungsfest gefeiert - kürzlich ging nun bereits das sechste seiner Art über die Bühne. Eingeladen hatte dazu Oberbürgermeisterin Charlotte Britz

Saarbrücken. Jedes Jahr wird in Saarbrücken ein Einbürgerungsfest gefeiert - kürzlich ging nun bereits das sechste seiner Art über die Bühne. Eingeladen hatte dazu Oberbürgermeisterin Charlotte Britz. Die Grußworte des Stadtoberhauptes wandten sich an 524 Frauen, Kinder und Männer aus mehr als 160 Ländern, deren Einbürgerungsantrag (mit Wohnort in Saarbrücken) im zurückliegenden Jahr genehmigt wurde. Den Weg in unsere Gesellschaft fanden an erster Stelle türkische Migranten (65), gefolgt von Antragsstellern aus Sri Lanka (53) und Russland (40). Insgesamt rund 150 der Angesprochenen nahmen an der Feier teil. Britz begrüßte und beglückwünschte die neuen Staatsbürger ausdrücklich. Sie erinnerte in ihrer Rede daran, dass sie nun Bürger mit vollen Rechten und Pflichten seien. Symbolisch überreichte Britz der gebürtigen Italienerin Carmela Gagliardi ihre Einbürgerungsurkunde. Das Ganze wurde begleitet von großem Beifall des Publikums. Gleichfalls große Beachtung und zustimmenden Applaus fand die Rede der ebenfalls als neue Mitbürgerin begrüßten Marokkanerin Najat Wahib. Sie schilderte ihren Lebensweg. Nach nur drei Jahren intensiven Spracherwerbs bewies die Frau ein bereits beachtliches Gespür für die Möglichkeiten der deutschen Sprache. Ein ausdrückliches Bekenntnis zur deutschen Kultur und Sprache mündete in das Versprechen, dass sie sich nun als vierte Sprache auch den saarländischen Dialekt aneignen wolle. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von dem Trio Classico, dass Haydns Kaiserquartett und Beethovens "Ode an die Freude" anstimmte. Auch das "Chorensemble FrauenStimmen" unter Leitung seiner Gründerin Amei Scheib beteiligte sich mit Beiträgen an dem Einbürgerungsfest. red