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| 19:16 Uhr

Ein echter Handball-Krimi

Die Saarlouiserin Natascha Kaiser setzt sich im Spiel gegen Metz schön durch. Doch es half nichts. Die Saarauswahl verlor mit 11:33. Fotos: Klos
Die Saarlouiserin Natascha Kaiser setzt sich im Spiel gegen Metz schön durch. Doch es half nichts. Die Saarauswahl verlor mit 11:33. Fotos: Klos
Saarbrücken. Vor den Augen von Joachim Deckarm hat die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes das U 17-Turnier in Saarbrücken gewonnen. Sie besiegte im Finale Österreich mit 22:21. Die Saarauswahl gewann ein Spiel. jhl

"Das Positivste war die Entwicklung der Mannschaft über die drei Tage. Im Vorfeld konnten wir nur wenig trainieren. Die Mannschaft musste sich erst finden. Am Ende aber sind die Abläufe viel sicherer geworden", sagt Saarauswahl-Trainer Oskar Dawo nach dem "Girls-Cup". Der wurde am Wochenende in der Joachim-Deckarm-Halle in Saarbrücken ausgetragen. Während die deutsche Nationalmannschaft ihren Titel verteidigte, landete die Auswahl des Handball-Verbandes Saar (HVS) bei dem internationalen U 17-Turnier auf dem vorletzten Platz.

"Wir wollten uns hier gut präsentieren", erklärt Dawo. In den Gruppenspielen gegen die Nationalteams aus der Schweiz (12:20), Polen (14:24) und den französischen Meister Handball Metz (11:33) war seine Mannschaft noch chancenlos. Im kleinen Halbfinale gab es gegen die Slowakei eine 16:24-Niederlage. Erfreulich für Dawo war aber, dass seine Spielerinnen in der Partie um Platz sieben die Rheinland-Pfalz-Auswahl mit 26:23 (11:13) besiegten. Torfrau Adriana Heck von der DJK Marpingen avancierte in dem Spiel zu einem immer stärker werdenden Rückhalt. "Bei so einem Turnier merkt man, dass man vielleicht noch mehr leistungsorientiert arbeiten muss, indem man verstärkt Wert auf Athletik legt und die Intensität im Training weiter steigert", sagt Dawo mit Blick auf die Aufgaben, die dem saarländischen Handball-Nachwuchs bevorstehen.

Im Endspiel standen am Sonntag die deutsche und die österreichische Nationalmannschaft. In der Gruppenphase konnte sich Titelverteidiger Deutschland mit 22:21 durchsetzen - und auch das Finale war heiß umkämpft. Die U 17 des Deutschen Handball-Bundes (DHB) fand gut ins Spiel und konnte sich nach wenigen Minuten einen Drei-Tore-Vorsprung erarbeiten, der auch mit in die Pause genommen wurde.

Vor den Augen von Handball-Legende Joachim Deckarm entwickelte sich in Halbzeit zwei aber ein wahrer Krimi. Österreich gelang der Ausgleich - und drei Minuten vor Spielende lag die Mannschaft sogar mit zwei Toren in Führung. Doch zwei Zwei-Minuten-Zeitstrafen für Österreich brachten Deutschland zurück ins Spiel. Die DHB-Auswahl drehte die Partie und gewann mit 21:20.

Bundestrainer Frank Hamann sagte: "Das Spiel war so knapp, beide Teams hätten gewinnen können. Wir haben am Ende die Überzahl gut ausgespielt." Für seine Spielerinnen war der "Girls-Cup" ein wichtiger Schritt im Hinblick auf die Europameisterschaft 2017. "Die Mannschaft hat hier gemerkt, was man tun muss, um international mithalten zu können. Das ist etwas anderes als ein B-Jugendspiel mit dem Verein", erklärte Hamann, der den Handball-Verband Saar lobte: "Es ist alles sehr gut organisiert. Der ,Girls-Cup' ist eine tolle Bühne für den Mädchenhandball." HVS-Vizepräsident Hans-Gerd Fries fand: "Für die Jugendmannschaften ist das ein tolles Turnier, um zu sehen, was man in seiner Klasse erreichen kann. Es ist nur schade, dass der Mädchenhandball von den Zuschauern nicht so gut angenommen wird." An den drei Tagen kamen etwa 600 Zuschauer zu den Spielen in der Joachim-Deckarm-Halle.