Ein alter Bekannter stellt sich zur Wahl

Mit der Kommunalwahl endet der Sonderstatus von Dudweiler. Von da an gibt es einen ehrenamtlichen Bezirksbürgermeister. Die SPD nominierte nun einen bekannten Verwaltungsfachmann.

Nach der Kommunalwahl am 25. Mai wird die Dudweiler Teilautonomie (Sonderstatus) der Vergangenheit angehören. Und mit ihr der Posten des hauptamtlichen Bezirksbürgermeisters. Walter Rodermann (CDU) geht in den Ruhestand, sein Nachfolger wird nur noch ehrenamtlich tätig sein. Gewählt wird der neue Bezirksbürgermeister in der konstituierenden Sitzung des Bezirksrates am 17. Juli, wie die Stadt-Pressestelle auf SZ-Anfrage erklärte.

Die SPD im Stadtbezirk Dudweiler hat bereits den von ihr favorisierten Kandidaten auf den Schild gehoben. Es ist dies Reiner Schwarz, der ehemalige Kreisbrandinspekteur und Fachbereichsleiter Zentrale Dienste im Rathaus Dudweiler. "Nach über 40 Jahren wird in Dudweiler in diesem Jahr zum ersten Mal ein Bezirksbürgermeister gewählt. Für uns ist Reiner Schwarz ein Kandidat mit Erfahrung, Engagement und Weitblick", schreiben die Sozialdemokraten in ihrer Presseerklärung. Alle bisherigen Bezirksbürgermeister wurden noch von der Stadt Saarbrücken bestellt.

Schwarz gilt als Experte in der Verwaltung. Am 22. November 1949 in Herrensohr geboren, begann er 1965 eine Lehre bei der Fleischerinnung Saar, die er als Industriekaufmann abschloss. 1970 wechselte er zur damaligen Stadt Dudweiler, war dort zunächst in der Bauabteilung beschäftigt. Danach wechselte er zum Sozialamt, war dessen Leiter ab 1987 und wurde später, nach Neuorganisation des Sozialwesens, Leiter des Fachbereichs Zentrale Dienste (Hauptamtsleiter). Reiner Schwarz ist verheiratet und hat eine 26-jährige Tochter. Der Feuerwehr trat er bereits 1967 bei, er war von 1999 bis 2012 Kreisbrandinspekteur und auch stellvertretender Landesbrandinspekteur.

Am 30. Juni geht er in den Ruhestand, um dann möglicherweise als Dudweiler Bezirksbürgermeister einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Doch zunächst steht die Kommunalwahl an, diese Schlacht ist noch längst nicht geschlagen, das weiß auch der Hoffnungsträger der SPD. ,,Ich gehe ziemlich offen in den Wahlkampf", sagt er, wohl wissend, dass der Wähler unberechenbar ist. Dass er das Thema Verwaltung in- und auswendig kennt, das, so der Fast-Ruheständler, könnte dem Stadtbezirk durchaus zum Vorteil gereichen. Wenn er die Wahl gewinnen sollte, dann werde er "vehement versuchen", sich für Dudweiler stark zu machen, "damit der Stadtteil nicht abgehängt wird". Seine Familie, so erzählt er noch ganz nebenbei, sei von seiner Nominierung nicht gerade begeistert gewesen. Der 64-Jährige jedoch sieht der Herausforderung frohen Mutes entgegen. ,,Ich wüsste nicht, wer den Stadtbezirk besser repräsentieren könnte als Reiner Schwarz. Er ist immer ein kompetenter Ansprechpartner mit einem offenen Ohr für jeden", sagt Rudolf Altmeyer, der Ortsvereinsvorsitzende der SPD in Dudweiler.