Eiche nach fast 200 Jahren gefällt

Das Landesamt für Straßenbau konnte die mächtige Eiche am Ortseingang von Reisbach nicht mehr retten. Christoph Kiefer vom Saar-Forst entschloss sich nun, den 200 Jahre alten Baum fällen zu lassen.

Alle Versuche des Landesamtes für Straßenbau, die alte mächtige Eiche am Ortseingang von Reisbach zu retten, waren letztendlich vergeblich: Am Mittwoch ist der Baum gefällt worden. Mehrere Blitzeinschläge hatten dem fast 200 Jahre alten Baum mächtig zugesetzt. Schwefelporling von innen und Feuerschwamm von außen hatten ihr zerstörerisches Werk seit Jahren weit vorangetrieben, sodass kaum Hoffnung bestand, die Eiche zu retten. Mit Schalltomograph und Resistograph hatte Baumexperte Christoph Kiefer vom Saar-Forst den mächtigen Baum durchleuchtet und morsche Stellen festgestellt. Als letzte Maßnahme versuchte er, mit einem sogenannten Kronensicherungsschnitt den Stamm zu entlasten. Eine eigens beauftragte Spezialfirma machte sich daran, die Krone zurechtzustutzen. Doch dabei zeigte sich, dass der Baum durch und durch morsch und deshalb gefährlich war. So mussten die Baumspezialisten doch zur Motorsäge greifen. Am Abend war der aufwendige und kostenintensive Spuk zu Ende: Nur noch einige Blätter und kleinere Äste sowie reichlich Sägemehl zeugten von dem Naturdrama am Straßenrand.