Dynamite Daze überzeugte mit Voodoo-Rockblues

Ihre eingängigen Songs heißen "Transsylvanian Express" und "Tango with the devil" (aktuelles Album): Eine ungewöhnliche Mixtur servierte die Band Dynamite Daze am Wochenende zur Matinee der Reihe "Sonntags ans Schloss".Mit seiner ultrarauen Gänsehautstimme sang Didi Dynamite, der Sänger und Harpist aus Heidelberg, bluesig düstere Geschichten, wobei die Musik häufig von Bluespfaden in rockige Gefilde à la 70er-Jahre abdriftete.

Bei allem ausgeprägten Unikats- und Schrägheitsfaktor pflegten Didi und Martin Czemmel, Andrea Tognoli und Colin Jamieson, jeder ein Original an seinem Instrument, ein höchst aufmerksames und variantenreiches Miteinander.

Die vielen kniffligen rhythmischen Wechsel wurden makellos gemeistert. Höchst erfreulich: In den vergangenen Jahren haben Dynamite Daze in Sachen Dramaturgie und Intensität hörbar mehrere Briketts zugelegt und spielen heute mit ihrem Voodoo-Rockblues made in Germany ganz vorne mit.

Es gab denn auch einen Riesenapplaus im Schlossgarten für eine ebenso unkonventionelle wie hochkarätige Vorstellung.