Dudweiler Bejo Dohmen spielt im "Tatort" mit

Dudweiler. "Es ist sehr schön, in den Ort zurückzukehren, in dem man aufgewachsen ist, um einen Film zu drehen", sagt der Schauspieler Bejo Dohmen. Er kam in Köln zur Welt, wuchs in Dudweiler auf, ging dann in Köln zur Schauspielschule und spielt jetzt im neuen Saar-"Tatort" mit

Dudweiler. "Es ist sehr schön, in den Ort zurückzukehren, in dem man aufgewachsen ist, um einen Film zu drehen", sagt der Schauspieler Bejo Dohmen. Er kam in Köln zur Welt, wuchs in Dudweiler auf, ging dann in Köln zur Schauspielschule und spielt jetzt im neuen Saar-"Tatort" mit.Denkt er an seine Kindheit im Saarland, erinnert er sich besonders gern an die Sommerausflüge an den Bostalsee und an das Schwenken. Während seiner Zeit an der höheren Handelsschule in Sulzbach hatte Dohmen begonnen, sich für die Schauspielerei zu interessieren. Für seinen Traum von einer Schauspielkarriere verließ er das Saarland in Richtung Köln, um sich dort das nötige Rüstzeug anzueignen. "In Köln sind die Möglichkeiten als Schauspieler einfach viel größer", erklärt der Filmkünstler. Seine Heimatverbundenheit ist aber auch nach sechs Jahren Abwesenheit noch sehr groß. Die Kontakte zu Familie und Freunden, welche in Dudweiler wohnen, hält er immer aufrecht. Täglich ruft er zu Hause an, um sich zu informieren, was es Neues gibt.

Und spätestens an Weihnachten oder wenn das Max-Ophüls-Filmfestival stattfindet, kommt er immer zurück ins Saarland. Oftmals kontaktieren ihn auch noch alte Schulfreunde und Bekannte, die er länger nicht gesehen hat, um ihm zu erzählen, dass sie ihn in einem Film gesehen haben.

Ein Vorteil, den er gegenüber vielen seiner "Tatort"-Kollegen hatte, war, dass er während der Dreharbeiten zu Hause bei seinen Eltern in Dudweiler wohnen konnte. Nach Drehschluss konnte er dann mit seinen Freunden die Saarbrücker Innenstadt unsicher machen; dafür geht er am liebsten an den St. Johanner Markt.

Eine Besonderheit, die er beim Dreh im Saarland festmachen konnte, war die herzliche Atmosphäre. "Man fühlte sich direkt integriert. Im Saarland ist einfach eine ganz andere Motivation und die Atmosphäre ist viel familiärer und gemütlicher", schildert der "Tatort"-Darsteller, "das scheint eine typisch saarländische Eigenschaft zu sein. Da hat man sich einfach direkt wohlgefühlt."

Mit seinen Kollegen hat er sich im Verlauf des Drehs auch immer über das Saarland ausgetauscht. Die beiden Hauptdarsteller Elisabeth Brück und Devid Striesow kannte er bereits vor den Dreharbeiten. Devid Striesow hat er während eines früheren Treffens in München sogar über saarländische Eigenheiten und den Dialekt informiert. "Schwätze kann ich jo noch", sagt Dohmen und lacht. Auch wenn er während seiner Rolle im "Tatort" Hochdeutsch sprechen musste. Der Dialekt wurde ihm zu Beginn seiner Schauspielkarriere von einer Sprechtrainerin abtrainiert, das war für den Saarländer gar nicht so einfach.

Was ihn besonders mit dem Saarland verbindet, ist das Max-Ophüls-Festival. Im Rahmen des Festivals wurden bereits zwei Filme gezeigt, in denen er mitgespielt hat.

Auch wenn er nach eigenen Angaben eher ein Großstädter ist, kommt er immer wieder gerne ins Saarland zurück. Für die Zukunft würde er sich wünschen, noch einmal mit seinen "Tatort"-Kollegen im Saarland arbeiten zu können.

 Bejo Dohmen (rechts) mit seinem Schauspielerkollegen Devid Striesow. Foto: Christian Bauer
Bejo Dohmen (rechts) mit seinem Schauspielerkollegen Devid Striesow. Foto: Christian Bauer

Am 26. September kann man ihn im Film "Auslandseinsatz" (ARD) sehen. Der Saarbrücker "Tatort" mit dem Titel "Melinda", in welchem er mitspielt, wird im Januar beim Max-Ophüls-Festival vorgestellt.