Dudelsack-Lehrgänge sind ausgebucht

Homburg. Die Schotten kommen – und zwar, wie in jedem Jahr, wieder in die Homburger Jugendherberge. Was ist der Grund für diese seit Jahren gehaltene Treue des „College of Piping“ aus Glasgow zu Homburg? SZ-Redakteurin Christine Maack befragte Rolf Obliers, den Leiter der Homburger Jugendherberge.

Die Profis vom College of Piping bringen in Homburg rund 80 Teilnehmern schottische Traditionsmusik bei. Foto: Thorsten Wolf. Foto: Thorsten Wolf

Die Schotten sind treue Gäste, nicht wahr?

Obliers: Und wie. Das College of Piping aus Glasgow kommt vom 9. bis zum 16. Februar und bringt 80 Teilnehmer mit, die von den schottischen Profis bei uns geschult werden. Das ist dann schon das vierte Mal in Folge. Homburg kann sich übrigens noch bis 2018 über die Parade der schottischen Traditionsmusiker und ihrer Schüler freuen, denn bis dahin haben die Gäste schon im voraus bei uns gebucht.

Was haben Sie, was andere Jugendherbergen nicht haben?

Obliers: Ich denke, es ist ein großer Vorteil, dass wir über neun schalldichte Proberäume verfügen. Da können die verschiedenen Gruppen nebeneinander üben, ohne sich akustisch ins Gehege zu kommen. Danach, zum Beispiel beim Essen, sind dann alle wieder vereint und können sich austauschen, ohne lange Wege zurückzulegen.

Mit 80 Gästen ist Ihr Haus doch voll?

Obliers: Ja, wir sind in dieser Zeit immer ausgebucht mit den Dudelsack-Lehrgängen. Das hat für die Gäste den Vorteil, dass wir uns exklusiv um sie kümmern, wir wissen, was gebraucht wird, vom Bustransfer bis zum Übungsmaterial.

Und was gibt's zu essen? Schottisches Highland-Rind?

Obliers: Nein, wir kochen, was wir sonst auch kochen, deutsches Essen wie Schnitzel, aber auch Spaghetti. Das kommt bei allen gut an.

Andere Musikgruppen wissen diese Proberäume doch auch zu schätzen?

Obliers: Natürlich, wir zählen regelmäßig die Landesjugendorchester, Chöre oder Stadtkapellen, Schulorchester oder Theater-AGs zu unseren Gästen. Die fallen vom äußeren Erscheinungsbild nur etwas weniger auf als die Schotten.

Damit haben Sie ja auch ein Alleinstellungsmerkmal.

Obliers: Ja, das ist so. Mit unserem Angebot machen wir normalen Hotels keine Konkurrenz. Für Musikgruppen muss man speziell ausgerüstet sein, sonst kann man das den anderen Gästen nicht zumuten.