Drogenschmuggel im Saarbrücker Gefängnis erreicht Höchststand

Drogenschmuggel im Saarbrücker Gefängnis erreicht Höchststand

Der Schmuggel von Drogen und Drogenersatzmedikamenten in das Saarbrücker Gefängnis Lerchesflur hat 2016 einen Höchststand erreicht. Es habe 21 Meldevorgänge gegeben, teilte das Saar-Justizministerium der SZ mit. Im Vorjahr seien dagegen nur zwölf Schmuggelaktionen gemeldet worden, hieß es. 2013 hatte es nur drei Schmuggelmeldungen auf der Lerchesflur gegeben. Teilweise seien die Drogen durch Besucher "in nicht kontrollierbaren Körperbereichen deponiert und geschmuggelt" worden, erklärte Dennis Zahedi, Sprecher von Justizminister Reinhold Jost (SPD ). "In diesen Fällen wurde die Übergabe beobachtet oder es wurden im Rahmen anschließender Kontrollen Betäubungsmittel bei Gefangenen sichergestellt", sagte Zahedi. Zudem seien Drogen über die Gefängnismauer geworfen oder per Post eingeschmuggelt worden. Auch in den Zellen seien mit Spürhunden Drogen entdeckt worden.

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