DRK-Ortsvorstand soll etwa 10 000 Euro veruntreut haben

Im Ortsverein Güdingen-Bübingen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) soll ein Vorstandsmitglied bis zu 10 000 Euro veruntreut haben. Das habeder Betroffene in einer Selbstanzeige eingeräumt, wie das Deutsche Rote Kreuz jetzt mitteilte.

Aufgefallen sei das Finanzloch zum Jahreswechsel, weil der Kreditrahmen des Ortsvereins bei der örtlichen Bank überzogen und ein weiteres Vorstandsmitglied von der Bank informiert wurde. Daraufhin habe der Betroffene zugegeben, wegen privater Schwierigkeiten Mittel des Roten Kreuzes für sich ausgegeben zu haben. Die genaue Summe kenne er nicht, er schätze den hinterzogenen Betrag aber auf maximal 10 000 Euro, hieß es. Der Mann sei seines Amtes enthoben und vom aktiven Dienst ausgeschlossen worden.

Geld noch nicht zurückgezahlt

Nun lädt der Kreisverband am Donnerstag, 27. März, um 18 Uhr zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ins Güdinger Awo-Heim ein. Der Verband werde den Mitgliedern Auskunft geben und einen neuen Vorstand wählen lassen. Der Betroffene hätte die Rückzahlung des Geldes zugesagt, diese Zusage aber bisher nicht eingehalten. Weil die Schadenssumme bisher auf Schätzungen beruhe, habe der Kreisverband eine Kassenprüfung veranlasst und Strafanzeige eingereicht. Nur über ein Ermittlungsverfahren könne die Höhe des Schadens geklärt werden. Zudem sei man den Mitgliedern eine polizeiliche Aufklärung der Vorgänge schuldig, weil Mitgliedsbeiträge unterschlagen worden seien, sagte DRK-Kreisjustitiar Helge Gilcher.