Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 19:36 Uhr

DLRG will für den Erhalt von Schwimmbädern kämpfen

Saarbrücken. Das Innenministerium will im Herbst ein landesweites Bäderkonzept vorlegen. Die DLRG fürchtet, dass es zu weiteren Schließungen kommen wird. Die Idee, neue Lehrschwimmbecken zu bauen, findet der Verband aber gut. Daniel Kirch

Die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) pocht auf Mitsprache am Bäderkonzept des Landes und warnt vor einer Schließung weiterer Schwimmbäder . "Wenn schon heute nicht mehr in allen saarländischen Grundschulen Schwimmen gelehrt wird, weil ein erreichbares Bad fehlt, muss mit allen Mitteln für den Erhalt der verbliebenen Bäder gekämpft werden", teilte der Präsident der DLRG im Saarland, Gerd Bauer, gestern mit. Allerdings könne sich die DLRG vorstellen, dass der Neubau von kostengünstigeren Lehrschwimmbädern diese Lücken zumindest für den Schwimm unterricht schließen könnte. Dies hatte Innenminister Klaus Bouillon (CDU ) angedeutet.

Die DLRG gab zu bedenken, dass nicht nur die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen in Zukunft möglich sein müsse, sondern auch von Rettungsschwimmern. Veranstaltungen wie das Saarspektakel seien ohne ehrenamtliche Retter ebenso undenkbar wie Hilfeleistungen bei einem Hochwasser, der Wasserrettungsdienst an Deutschlands Küsten oder die Unterstützung der Schwimmmeister in überfüllten Bädern.

Bauer rief Bouillon dazu auf, Verbände wie die DLRG vor einer abschließenden Entscheidung zu Wort kommen zu lassen. Denn während die Kommission, die das Bäderkonzept verfasst, den Bedarf der Schulen kenne, fehle dem Gremium derzeit noch die Information über die Nachfrage nach Schwimmkursen bei Vereinen und Verbänden sowie über deren eigenen Ausbildungsbedarf .

Auch Linke und Grüne warnten vor Bäderschließungen. "Wir brauchen Antworten auf die Frage, wie und von wem die Bäder künftig finanziert werden können, um die hochverschuldeten Kommunen hier zu unterstützen und die Bäder zu erhalten und zu sanieren", sagte die Linken-Abgeordnete Dagmar Ensch-Engel . Der Grünen-Abgeordnete Klaus Kessler forderte, zügig Planungen für Neubauten von Lehrschwimmbecken vorzulegen.