Diskussionsrunde zum Gemeindeentwicklungskonzept in Kirkel

Eine Diskussionsrunde zum Thema „Gemeindeentwicklungskonzept – bleibt Kirkel ein attraktiver Wohn-, Arbeits- und Freizeitstandort?“ wird am Sonntag, 11 Uhr, in der Burghalle veranstaltet. Anlass ist die Gewerbeschau.

Anlässlich der Kirkeler Gewerbeschau, die heute beginnt und bis Sonntag dauert, lädt der Veranstalter, der Heimat- und Verkehrsverein, wieder zu einer Diskussionsrunde ein. Diese findet am Sonntag, 11 Uhr, in der Burghalle zum Thema "Gemeindeentwicklungskonzept - bleibt Kirkel ein attraktiver Wohn-, Arbeits- und Freizeitstandort?" statt (wir berichteten).

Vor Kurzem wurde das von der Gemeinde in Auftrag gegebene Gemeindeentwicklungskonzept mit über 300 Seiten fertiggestellt. Die Firma Argus Concept aus Saarbrücken hat es zusammen mit Gemeinde und zahlreichen Gruppen erarbeitet. Es befasst sich, auch angesichts des demografischen Wandels, mit allen Bereichen der kommunalen Entwicklung und schlägt Anpassungs- und Handlungsstrategien vor, damit die Gemeinde auch in Zukunft trotz abnehmender und älter werdender Bevölkerung als attraktiver Wohn- und Freizeitstandort bestehen beziehungsweise sich weiterentwickeln kann. Praktisch und konkret wird dargelegt, wie sich Kirkel in den nächsten 15 Jahren entwickeln kann.

Dies wird für vier Handlungsfelder, nämlich "Städtebau und Wohnen", "soziale und bildungsbezogene Infrastruktur", "lokale Wirtschaft, Nahversorgung und Tourismus" sowie "technische Infrastruktur, Verkehr und Umwelt" dargelegt. So wird beispielsweise für Kirkel bis zum Jahr 2025 ein Bevölkerungsrückgang um 8,6 Prozent auf dann nur noch 9258 Einwohner berechnet. Auch zeigt das Konzept in mehreren Bereichen einen konkreten Handlungsbedarf auf, zum Beispiel am Marktplatz in Kirkel-Neuhäusel, am rückwärtigen Teil der Limbacher Mühle oder auch am ehemaligen Schulhof der Altstadter Grundschule.

Dargestellt werden weiterhin die geringe Aufenthaltsqualität an den Bahnhöfen, die innerörtlichen Leerstände und auch das teilweise unzureichende Warenangebot. So kann Kirkel deutlich weniger Kaufkraft an sich binden, als den Einwohnern zur Verfügung steht.

Das Konzept wird beim gewerbepolitischen Frühschoppen am Sonntag mit Bürgermeister Frank John, Thomas Eisenhut von der Firma Argus Concept, Leander Wappler von der IHK Saarland und einem Vertreter des Sozialministeriums diskutiert. Die Moderation übernimmt Peter Neuheisel von der Saarbrücker Zeitung, Redaktion Homburg. Natürlich können die Besucher auch Fragen stellen.

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