Die Stadt Saarbrücken baut und baut und baut

Der Dauerregen sei dafür verantwortlich, dass Baustellen nicht planmäßig abgeschlossen werden, sagen Stadt und Stadtwerke. Für die Eisenbahnstraße werden zum Beispiel gerade die Zeitpläne überarbeitet.

Ganz Saarbrücken ist eine einzige Baustelle. Diesen Eindruck kann man haben, wenn man die Stadt durchquert. Und auch der Eindruck, dass es an vielen Stellen nicht richtig vorangeht, täuscht selten. Ob die Stadt selbst, die Stadtwerke oder der Entsorgungsverband ZKE - das Wetter mache bei Straßen-, Kanal- und Leitungsarbeiten zu schaffen, heißt es.

Beispiel Eisenbahnstraße. Dort wird seit Monaten gebaut. Bevor die Stadt das Viertel saniert und ab Herbst für etwa ein Jahr baut, haben ZKE und Stadtwerke Straßen und Gehwege aufgerissen. Anwohner und Geschäftsleute, die zwischen den Baumaßnahmen der Ver- und Entsorger und denen der Stadt auf ein paar Sommertage ohne Baustelle gehofft hatten, müssen ihre Erwartungen zurückschrauben.

Der ZKE ist zwar fertig mit den Kanalarbeiten, die Stadtwerke brauchen aber deutlich länger als geplant. "Die Substanz war unerwartet schlecht, der Boden wurde wohl offenbar nach Kriegsende mit Bauschutt aufgefüllt. Daher mussten die Stadtwerke ein Gutachten anfertigen lassen, weil es bei den Tiefbauarbeiten zum Teil auch zu Erschütterungen kommen kann. Das Gutachten dient der Sicherung der Umgebung", erklärt Stadtwerke-Sprecherin Sarah Schmitt die Verzögerung um etwa vier Wochen.

Die Eisenbahnstraßen-Baustelle zwischen Saaruferstraße soll nun bis Ende Juli fertig sein. Für die folgenden Bauabschnitte Richtung Stengelstraße werde "gerade der Bauzeitenplan überarbeitet". Daran, dass die Stadt im Herbst mit der Sanierung der Straßen und Gehwege beginnt, werde sich dadurch aber nichts ändern.

Auch die Bauarbeiten in der Winterbergstraße in St. Arnual verzögern sich. Dort wird eine Böschung abgesichert. Durch den Regen der vergangenen Wochen sei das Gelände so aufgeweicht, dass die Erde noch nicht wieder eingesetzt werden könne, teilt die Stadtpressestelle gestern mit. Die Erde müsse "durchtrocknen", bevor sie wieder eingesetzt werden kann. Die Arbeiten werden voraussichtlich Ende Juni abgeschlossen.

Die Stadtverwaltung hat die Anlieger um Verständnis gebeten und darauf hingewiesen, dass die Schenkelbergstraße ab der Einmündung in die Winterbergstraße gesperrt ist. Die Einbahnregelung in der Winterbergstraße wird für die Dauer der Arbeiten aufgehoben. Die Straße ist aus Richtung Feldmannstraße befahrbar.

Um Verständnis für Baustellen und mögliche Verzögerungen wirbt die Stadtverwaltung auch auf ihrer Internetseite. Dort informiert die Stadt über Bauprojekte und Baustellen im Stadtgebiet, die die Stadtverwaltung, ihre Eigenbetriebe, die Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung sowie die Stadtwerke betreiben. Es wird auch über Kosten, Verkehrsbehinderungen und den Baufortschritt informiert. Zum Thema Eisenbahnstraße steht da zum Beispiel, dass die Arbeiten zu 38,10 Prozent erledigt sind.

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