Die „Sprooch“ kann er heute „rischdisch gudd“

Max Bousso ist sicher einer der bekanntesten saarländischen Senegalesen. Seit 20 Jahren lebt er hier. Am 3. und 4. Oktober will er sich mit einem Fest in der Kirchengemeinde Christkönig bei den Menschen bedanken, die ihn so gut aufgenommen haben und zugleich für senegalesische Straßenkinder sammeln.

Seine Deutsch-Kenntnisse bestanden nur aus wenigen Worten, als Magatte (Max) Bousso 1995 aus dem Senegal nach Saarbrücken kam, um hier Fremdsprachen und interkulturelle Kommunikation zu studieren. "Inzwischen lebe und arbeite ich schon seit 20 Jahren in der Landeshauptstadt, davon drei Jahre als deutscher Staatsbürger, worüber ich mich sehr freue", sagt er. Das kleinste Bundesland sei ihm zur zweiten Heimat geworden. Und: "Die deutsche Sprache und die Sprooch von de Saarlänner beherrsche ich mittlerweile rischdisch gudd."

Für die freundliche Aufnahme und seine, wie man sagen könnte, gelungene Integration will sich Max Bousso nun mit einem Fest bedanken. Gefeiert wird am 3. und 4. Oktober in der Kirchengemeinde Christkönig (Präsident-Baltz-Straße). Und es sind folgende Aktivitäten geplant:

An beiden gibt es ab 12 Uhr Trommel- und Tanzworkshops, Ausstellungen (Kunst, Schmuck, Bilder etc.), Kinderprogramm (Märchenerzählen, Trommeln für Kinder). Es gibt landestypischen Café Touba, Tee und Gebäck, Cocktails und weitere Köstlichkeiten aus der senegalesischen Küche. Am Samstag 3. Oktober, um 19 Uhr, findet ein Konzert nationaler und internationaler Künstler statt, darunter Acts wie Djembe Africa mit der Show "Africa Jambo", der Band Max Bousso & "Vodoo Beats". Dazu gibt es Vorführungen der Trommelschulen "Djembe Saf Sap" und weitere Überraschungen.

Am Sonntag, 4. Oktober, gibt es um 10.45 Uhr einen Gottesdienst unter dem Motto "Lasst uns gemeinsam feiern". Im Anschluss will die Pariser Formation "Monkuti" ein Feuerwerk afrikanischer Rhythmen und Klänge gemixt mit Einflüssen aus dem Jazz bieten. Beim Kinderprogramm am Sonntag haben sich u.a. der Zauberer Markus Lenzen und der Autor und Märchenerzähler Ibrahima Ndaye angekündigt.

"An beiden Festtagen möchte ich meine Gäste jedoch nicht nur auf eine musikalische und kulinarische Reise in den Senegal mitnehmen, sondern auch über meine alte Heimat informieren", erklärt Max Bousso. So wird ein Vertreter des Netzwerkes Entwicklungspolitik einen Vortrag über die EU-Fischereipolitik halten. Der Verein Komkom Sunugal wird den Kindern die "Wege der Kinder im Senegal" zeigen und auch über das Schicksal der Straßenkinder dort informieren.

Zu Gunsten dieser Straßenkinder ist auch der Erlös der beiden Festtage. Dazu ist auch eine Tombola geplant, für die Max Bousso gerne noch Spenden entgegennimmt.

Kontakt: maxbousso@googlemail.com