Die Roten Teufel live im Stadion an der Süßhübelstraße

Rund 2000 Gäste wollten sie in Oberbexbach sehen, die Legenden und die aktuellen Kicker vom Betzenberg. Sie wurden nicht enttäuscht. Gastgeber-Präsident Thomas Oberkircher sprach von einer Auszeichnung für den FVO.

Das Fanspiel des 1. FC Kaiserslautern am Samstag beim FV Oberbexbach war das erwartete Spektakel (wir berichteten): Mit dem 1954er Weltmeister Horst Eckel , dem früheren FCK-Präsidenten Norbert Thines oder auch dem heutigen FCK-Vorstandsvorsitzenden Stefan Kuntz waren echte FCK-Legenden zu Gast an der Süßhübelstraße.

Die sahen, zusammen mit den rund 2000 Gästen, neben dem sportlichen Höhepunkt des Spiels der ersten Mannschaft des FCK gegen die Auswahl der FCK-Fanregion Saarland/Luxemburg auch ein buntes Rahmenprogramm mit Autogrammstunde und - natürlich - dem Auftritt des FCK-Maskottchens Betzi.

Mittendrin und alles andere als unbeschäftigt: Thomas Oberkircher, der erste Vorsitzende des FV Oberbexbach. Im Gespräch mit unserer Zeitung am Rande des ersten Spiels des Tages, der FCK-Geschäftsstelle gegen eine Ü-35-Auswahl, macht er aus seiner Freude über die Großveranstaltung keinen Hehl. "Dass das Fanspiel des FCK bei uns in Oberbexbach ausgetragen wird, ist für uns als kleiner Verein eine echte Auszeichnung." Mit der damit verbundenen Herausforderung, für Fans aus der ganzen Region Saarland und Luxemburg für ein paar Stunden ein sportliches Zuhause zu bieten, komme der Verein dabei bestens zurecht. "Alle Mitglieder des FV Oberbexbach stehen hinter diesem Event. Das sieht man schon an der großen Zahl von Helfern, die heute hier im Einsatz sind." In der Vereinshistorie des Oberbexbacher Vereins nehme das FCK-Fanspiel eine herausragende Position ein, "so etwas hat es in der Geschichte des FV noch nicht gegeben", war sich Oberkircher sicher.

Dass der FV Oberbexbach am Samstag die erste Mannschaft des FCK begrüßen konnte, lag auch ein bisschen an Dieter Buchholz, früherer Aufsichtsratsvorsitzender der Lauterer. Er hatte im Hintergrund geholfen, das Spektakel für die Fans an die Süßhübelstraße zu holen. Und eben die Fans zeigten sich durchweg begeistert vom Programm als willkommener und positiver Abwechslung zum nicht immer begeisternden Liga-Alltag. Denn: Nach dem verpassten Aufstieg in der vergangenen Saison "muss man derzeit als FCK-Fan schon ein bisschen leidensfähig sein", erzählte Sven Häfner im Gespräch mit unserer Zeitung.

Der Wiebelskircher hatte sich und seiner Familie schon an dem Tag, an dem bekannt wurde, dass das FCK Fanspiel in Oberbexbach stattfindet, die Karten gesichert. Zusammen mit seiner Ehefrau Sabrina und dem zehn Monate alten Sohn Tyler verfolgte Sven Häfner von der Tribüne aus das Geschehen auf dem Rasenplatz - Söhnchen Tyler, standesgemäß natürlich in Teufelsrot gekleidet und mit FCK-Schnuller versehen, ließ sich aber mitunter von der tausendfachen Fußballbegeisterung nicht aus der Ruhe bringen und gönnte sich schon mal ein Schläfchen. Dass sein Junior auf jeden Fall auch eines Tages echter FCK-Fan wird, das stand für Sven Häfner am Samstag fest, "alles andere wird nie passieren", grinste er.