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Die Krämpfe halten ihn nicht auf

Saarbrücken. Das Finale kostete Jeremy Jahn vom TC Blau Weiß Neuss seine letzte Kraft. Trotzdem setzte sich der Tennisspieler bei dem mit 4260 Euro dotierten Hallenturnier in Saarbrücken in drei Sätzen gegen Marvin Netuschil durch. red

Jeremy Jahn bahnte sich relativ locker den Weg bis ins Finale. Beim 31. Bank-1-Saar-Cup an der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken schaltete der Tennisspieler vom Bundesligisten TC Blau Weiß Neuss vor knapp einer Woche mehrere frühere Sieger aus - wie Pirmin Hänle, der 2009 gewann, oder im Halbfinale Oscar Otte (2012). Im Endspiel gegen Marvin Netuschil vom TC Iserlohn stieß Jeremy Jahn fast an seine körperlichen Grenzen. Aber nur fast. Der 24-Jährige gewann nach einem harten und langen Spiel mit 7:6, 6:7 und 10:8 und holte sich die Trophäe.

54 Teilnehmer waren beim höchstdotierten saarländischen Hallenturnier an den Start gegangen. 17 davon gehören zu den 120 besten Tennisspielern Deutschlands. Im Kampf um den Pokal und ein Preisgeld von insgesamt 4260 Euro kam aber niemand an Jahn und Netuschil vorbei. Marvin Netuschil, ein Jahr jünger als sein Finalgegner, hatte es bereits in den vergangenen beiden Jahren bis ins Endspiel geschafft und war dort nur knapp gescheitert. Und auch diesmal saß er am Ende des Tages gedankenverloren auf seiner Bank.

Die etwa 250 Zuschauer im Tennisleistungszentrum sahen zuvor viele lange Ballwechsel. Schon der erste Satz dauerte 1,5 Stunden. Jahn war der etwas glücklichere Gewinner im Tiebreak. Der zweite Satz verlief ähnlich kräftezehrend - doch Jahn schien beim Stand von 5:3 auch hier alles klar zu machen. Doch dann streikte sein Körper. Nach einer Auszeit schleppte sich die Nummer 82 der deutschen Rangliste trotz Krämpfen in den Beinen zurück auf den Platz. "In einem Finale gebe ich nicht auf, da versuche ich alles aus mir herauszuholen", sagte Jahn nach dem Spiel. Netuschil profitierte aber davon, kämpfte sich wieder heran und holte sich Satz zwei im Tiebreak.

Die Entscheidung fiel somit im Match-Tiebreak im dritten Satz. Kräftemäßig schien Jahn am Ende zu sein, schleppte sich mühsam über den Platz, Netuschil führte klar. Aber der Sieg war ihm nicht vergönnt. Jahn holte alles aus sich heraus und siegte mit 10:8. Während Netuschil noch schweigend über die erneut knappe Finalniederlage sinnierte, gab der Sieger den Ballkindern freudestrahlend Autogramme - und reckte kurz darauf die Trophäe in die Höhe.

Beide Finalisten kündigten an, im kommenden Jahr erneut beim Turnier zu starten - vielleicht kommt es ja dann zu einer Revanche an gleicher Stelle.