Die Königin der Blumen richtig schneiden

Im Rosengarten St. Ingbert konnten Rosenfreunde vom Fachmann lernen, wie die Blumen richtig geschnitten werden. Neben vielen Tipps hatte der Experte Bernhard Bosche auch in der praktischen Arbeit einiges zu vermitteln.

"Die schönste Rose überhaupt." Mit einer Gartenschere bewaffnet, erklärt der Experte Bernhard Bosche die Eigenheiten der "Fairy Rose" aus England. Das Tolle an dieser Pflanze sei, dass sie mehrere Male hintereinander blühe. Exemplarisch schneidet er die verholzten Zweige ab. Wichtig sei vor allem, von innen nach außen zu schneiden. Die Teilnehmer sind begeistert und folgen Bosche von Beet zu Beet. "Ein ordentlicher Schnitt und spezieller Rosendünger aus dem Baumarkt lassen die Rose dieses Jahr wieder austreiben." Man könne auch durchaus einen Erziehungsschnitt anwenden, damit die neuen Triebe Platz haben. Bis Mai etwa könne der Hobbygärtner seine Rosen stutzen. Als Boden sei lehmhaltige Erde optimal. Im St. Ingberter Rosengarten kommt heute jeder auf seine Kosten: Neben den klassischen Beetrosen, zeigt Bosche auch den richtigen Umgang mit Hochstammrosen und Kletterrosen. "Wie überwintert man die Hochstammrose am besten? In jeder Fachzeitschrift lese ich etwas anderes", fragt sich Manfred Agatter. "Am Besten decken sie die Pflanze mit natürlichen Mitteln ab, sehr geeignet sind Tannenzweige. Auf keinen Fall Plastikfolien verwenden", rät Bosche. Denn dadurch bekäme die Rose zu wenig Sauerstoff und stirbt. Agatter erzählt, er sei schon zum vierten Mal beim alljährlichen Rosenschnittkurs - vor allem auch, um mit anderen Blumenfreunden fachsimpeln zu können.

Die kreisförmige Mulde um die Pflanze lässt das Wasser tief in die Erde eindringen. "Rosen haben sehr tiefe Wurzeln. Beim Setzen reicht es auch völlig aus, wenn ein bis zwei Zentimeter der Stiele aus dem Boden herausragen. Wissenswert sei, so Bosche, dass es im Handel mittlerweile Rosen gebe, die als besonders widerstandsfähig galten. Das sei auch durchaus berechtigt. Denn es handele sich dabei um alte Sorten, wie beispielsweise der "Queen Elizabeth", die nicht so sensibel auf Schädlinge reagierten. Als Tipp empfiehlt Bosche Lavendel und Salbei als Partner für Rosen, so gebe es weniger Schädlingsbefall. Am 6. Juli, 11 Uhr, ist Tag der Offenen Tür im Rosengarten "An der Donau".