Die Hotels sind ausgebucht

Eine halbe Million Euro bleiben vor, während und nach der Mountainbike-Europameisterschaft in der Stadt. Das schätzt St. Wendels Bürgermeister Klaus Bouillon. Und spricht von einer rekordverdächtigen Veranstaltung am Pfingst-Wochenende.

In Alu-Folie sind sie eingepackt. Die vielen Schnitzelbrötchen in einer großen Kiste. "Die bringe ich jetzt ins Stadion zu den Helfern, die aufbauen", sagt Bürgermeister Klaus Bouillon. Motivation sei wichtig, gerade bei solchen Groß-Veranstaltungen wie der Mountainbike-Europameisterschaft, die ab kommendem Donnerstag Teams und Besucher in die Kreisstadt lockt. "An vier Tagen sind 835 Leute im Einsatz", sagt Bouillon. Diese stellen neben der Stadtverwaltung elf Vereine aus der Stadt. "Ohne sie geht es nicht, sie sind die wahren Helden dieser Veranstaltung", betont der Verwaltungs-Chef. Denn sie stünden nicht im Rampenlicht, sondern manchmal stundenlang im Wald. "Das sind unspektakuläre Jobs, aber sie müssen gemacht werden", meint Bouillon.

Das alles, damit auch die nach 2001 und 2008 dritte Mountainbike-Europameisterschaft in St. Wendel ein Erfolg wird.

Die Zeichen dafür stehen gut. Denn aus 27 Nationen, laut Bouillon so vielen wie noch nie, kommen die Sportler angereist. "Rekordverdächtig" seien auch die Anmeldezahlen von 470 Radfahrern. Diese hohe Zahl sei auch zwei neuen Disziplinen geschuldet - Sprint-Rennen am Donnerstag ab 16 Uhr und die Team-Rallye am Freitag ab 15 Uhr.

470 Sportler - das bedeute rund 800 Besucher, die mit den Teams in die Stadt kommen, rechnet Bouillon vor. Er meint damit die Betreuer, Masseure oder auch Schrauber und Ärzte, die jedes Team dabei hat. "Die haben feste Gewohnheiten, wissen genau, wo sie hingehen", spricht der Rathaus-Chef von einer gewissen Routine. Alle Hotels in der Stadt und im Landkreis seien ausgebucht, lediglich Restplätze seien vielleicht noch zu bekommen. Auch über die Grenzen hinaus seien viele Übernachtungsmöglichkeiten ausgeschöpft. Bouillon weiß von Birkenfeld, Saarbrücken oder Weiskirchen, wo geschlafen werde.

Rechne man nicht nur die Hotelkosten, sondern auch die für Verpflegung, Benzin und das eine oder andere Souvenir, dann blieben hunderttausende Euro in der Region, sagt Bouillon. Mit einer halben Million rechnet er.

Zumal viele Teams bereits seit Montag in der Stadt sind. Da kam es schon mal vor, dass den Autofahrern das eine oder andere Nationalteam in den Straßen St. Wendels auffiel. Das Training war teilweise auf der Straße. Ab Donnerstag geht's ins Gelände.