Die Grünen sehen Chance für Erhalt des Sportplatzes

Nach der Infoveranstaltung zum Bauprojekt am Kieselhumes begrüßen Die Grünen den Dialog zwischen Verwaltung und Anwohnern. Nichtsdestotrotz wollen sie, dass neue Lärmschutz-Regelungen berücksichtigt werden.

Durch die gut besuchte Informationsveranstaltung des Baudezernates zum geplanten Sport- und Therapiezentrum am Kieselhumes sehen sich Die Grünen im Stadtrat hinsichtlich ihrer Forderungen nach mehr Bürgerbeteiligung bestätigt. Der sportpolitische Sprecher der Fraktion, Torsten Reif, erklärt hierzu: "Die große Resonanz auf das Angebot dieser Informationsveranstaltung und die vorgebrachten Anliegen der interessierten Bürger zeigen, wie wichtig die von uns immer wieder geforderte frühzeitige Einbindung der Einwohnerinnen und Einwohner ist. Die im Rahmen der Veranstaltung vorgetragenen Beiträge widerlegen eindrucksvoll die in der Verwaltung bislang vorherrschende Meinung, dass die Anwohnerschaft eine Nutzung der Sportstätten aus Lärmgründen geschlossen ablehnt. Dementsprechend wird sich unsere Fraktion sehr kritisch damit befassen, ob für die Fläche wirklich nur eine bauliche Nutzung in Frage kommt oder ob nicht doch der Erhalt einer der in der Landeshauptstadt raren Sportflächen den Vorzug erhalten sollte. Die Option des Erhalts ist nicht nur aufgrund der Aussagen der Bürger prüfenswert, sondern muss auch hinsichtlich der sich ändernden rechtlichen Rahmenbedingungen neu bewertet werden. Der Bundesrat hatte auf Initiative der Hansestadt Hamburg im Juli dieses Jahres eine Änderung der Sportanlagenlärmschutzverordnung auf den Weg gebracht. Darin ist die Bundesregierung aufgefordert, eine Änderung vorzulegen, die das Miteinander von Wohnen und Sport im städtischen Raum gewährleistet. Eine solche neue rechtliche Beurteilung gäbe der Stadt Rechtssicherheit für eine sportliche Nutzung des oberen Tennenplatzes. Die Behandlung des Bauprojektes am 14. November in einer öffentlichen Sitzung des Gestaltungsbeirats sowie die Ankündigung einer weiteren Informationsveranstaltung zum Thema im Januar begrüßen wir als richtige und lobenswerte Vorgehensweise der Verwaltung."