Die Baustelle der FCS-Frauen wird langsam ruhiger

Nach einer verpatzten Hinrunde in der 2. Frauenfußball-Bundesliga hat sich der 1. FC Saarbrücken eindrucksvoll zurückgekämpft - und sich den Klassenverbleib mit Platz acht gesichert.

Saarbrücken. Es ist noch mal gut gegangen. Die Fußballerinnen des 1. FC Saarbrücken haben nach einer problematischen Hinrunde mit Platz acht in der Abschlusstabelle der 2. Frauen-Bundesliga Süd einen Mittelfeldplatz erreicht. Der vor der Saison verpflichtete Trainer Winfried Klein sollte beim Neuaufbau des Erstliga-Absteigers helfen. "Das Wort Baustelle ist passend", äußerte er sich vor Rundenbeginn: "Wiederaufstieg ist kein Thema, wir wollen uns erst einmal in der Liga etablieren."Alles begann mit einer vermeidbaren 1:2-Pleite beim jetzigen Absteiger FV Löchgau. Zuhause war Saarbrücken zu Beginn stark, gewann seine Heimspiele gegen Crailsheim und Würzburg. Nur auswärts sollte in der gesamten Hinrunde kein Punkterfolg herausspringen. Der Tiefpunkt war das letzte Heimspiel der Hinrunde, als der FCS 1:2 gegen den direkten Konkurrenten 1. FFC Niederkirchen verlor. Die Realität hieß Abstiegsplatz, doch Winfried Klein blieb kämpferisch, verlangte weiter geduldig zu bleiben. "Wer heute behauptet, die Mannschaft hätte keinen Charakter, dem ist nicht zu helfen." Was folgte, war ein 6:0 über den Letzten Löchgau und drei neue Spielerinnen, ein neuer Hauptsponsor und eine neue Co-Trainerin in der Winterpause.

"Ein Knackpunkt war das Spiel gegen Crailsheim, als die Mannschaft zum Ende eindrucksvoll zurückgekommen ist", erinnert sich der Trainer. 0:2 lag der FCS in der 78. Minute zurück. Doch die gerade nach einer Knie-OP wieder genesene Sarah Schatton (80.) und die beste FCS-Torschützin Jacqueline de Backer (87.) retteten den ersten Auswärtspunkt. Von nun an ging es bergauf, die FCS-Frauen entwickelten sich zum viertbesten Team der Rückrunde, verloren nur noch zwei der letzten elf Spiele und sicherten durch ein 4:1 über Bayern München II am vorletzten Spieltag die Klasse. Es ist noch mal gut gegangen. fess

Foto: oliver Dietze

Hintergrund

Die weibliche Jugend des 1. FC Saarbrücken sucht Bundesliga-Spielerinnen von morgen. Daher lädt der Verein ein zu einer Talentsichtung für fußballbegeisterte Mädchen der Jahrgänge 1999 und jünger - an diesem Donnerstag und Freitag jeweils um 17.30 Uhr auf der Anlage des VfB Luisenthal. Auch Spielerinnen der Jahrgänge 1996 bis 1998 sind eingeladen teilzunehmen und sich über das Nachwuchs-Konzept des FCS zu informieren. Das Aushängeschild der Jugend-Abteilung, die B-Juniorinnen, hat vor kurzem den Aufstieg in die neue U17-Bundesliga geschafft. Eine Perspektiv-Mannschaft mit vorwiegend jüngeren Spielerinnen soll als B2 künftig in der Regionalliga Südwest an das höhere Niveau herangeführt werden. Darüber hinaus verfügt der FCS über eine C- und eine D-Jugend. Eine Anmeldung zum Sichtungstraining ist nicht erforderlich. red