Deutschland siegt beim Girls-Cup

Die drei Auftritte der deutschen U17-Nationalmannschaft beim Girls-Cup in Saarbrücken waren sehr überzeugend. Die Niederlande, der HV Saar und Handball Metz hatten keine Chance gegen die Auswahl.

Besonders für die deutsche Nationalmannschaft war es am Ende ein gelungenes Wochenende. Mit drei überzeugenden Auftritten und Siegen gegen die U17-Nationalmannschaft der Niederlande, die Auswahlmannschaft des HV Saar und den französischen Serienmeister Handball Metz gewannen die deutschen U17-Juniorinnen den "Toyota Lambeng Girls-Cup", der von Freitag bis Sonntag in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle ausgespielt wurde.

Auch im entscheidenden Spiel gegen die Niederlande ließen die deutschen Handballerinnen keinen Zweifel aufkommen und siegten souverän mit 32:19. Bereits am heutigen Mittwoch geht es für die Delegation weiter nach Mazedonien zur U17 Europameisterschaft, wo Russland, Spanien und Rumänien in der Vorrunde warten. "Für uns war das Turnier eine super Vorbereitung. Wir konnten hier unter Wettkampfbedingungen einiges testen und Sicherheit gewinnen", sagte Frank Hamann. Viel Lob hatte der Nationaltrainer auch für die Veranstalter des HV Saar und der HSG TVA/ATSV Saarbrücken übrig: "Wir fühlen uns hier in Saarbrücken superwohl. Wir wurden in der Hermann-Neuberger-Sportschule untergebracht und haben dort hervorragende Bedingungen vorgefunden."

Das für die Zuschauer interessanteste Spiel erfolgte am Samstagabend, als die deutsche Nationalmannschaft auf den Nachwuchs des HV Saar traf. Obwohl die Partie doch sehr einseitig geriet - Deutschland gewann mit 41:10 - tat das der Stimmung unter den Zuschauern keinen Abbruch. Denn sowohl die Tore der Saarländerinnen als auch die Paraden von Torhüterin Jacqueline Nätzer wurden lautstark gefeiert. Trotz der hohen Niederlage war auch bei HVS-Spielerin Jennifer Reis nichts von Trübsal zu sehen: "Wir waren wirklich nicht gut heute, aber es macht einfach Spaß, gegen so gute Handballerinnen zu spielen. Es ist beeindruckend, wie gut sie in die Mitte stoßen und wie schnell die ganze Mannschaft ist. Da konnten wir uns was abgucken."

Der Girls-Cup hatte sich in diesem Jahr erstmals als eigenständige Veranstaltung positioniert. In den fünf Jahren zuvor war er stets in den Sparkassen-Ladies-Cup in Schmelz eingebettet. Eigentlich sollte in einem Sechser-Feld mit vier Nationalmannschaften gespielt werden. Diesem Plan machte jedoch der internationale Spielplan einen Strich durch die Rechnung. "Deshalb war es für uns ein Übergangsjahr. 2016 werden neben dem Saarland sieben Nationalmannschaften teilnehmen", sagte der Vizepräsident Jugend des HVS, Hans-Gerd Fries. Trotz der Widrigkeiten im Vorfeld zog er ein positives Fazit: "An den drei Tagen waren über 600 Zuschauer in der Halle." Wegen der Hitze und zeitgleichen Veranstaltungen wie dem Saar-Spektakel, dem Rocco del Schlacko und der Sommeralm "hatten wir nicht mit dieser Zahl gerechnet", erklärt er weiter. "Ich glaube, dass die Zuschauer voll auf ihre Kosten gekommen sind. Wir haben tolle Spiele gesehen. Sogar einige Herrentrainer sagten uns, dass sie noch nie zuvor so guten Mädchenhandball gesehen haben." Auch wenn die Mannschaft des HV Saar ohne Sieg blieb, rechnet er mit einer Leistungssteigerung beim nächsten Girls-Cup: "Dann werden die Mannschaften aus den Jahrgängen 2000 und 2001 bestehen und neu zusammengestellt worden sein. Vielleicht kann sich dann ja auch eine unserer Spielerinnen für den Nationaltrainer empfehlen."

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Auf einen BlickDie Ergebnisse des Girls Cup:1. Spieltag: HV Saar - Niederlande 23:34. Deutschland - Handball Metz 30:22.2. Spieltag: Niederlande - Handball Metz 26:23. HV Saar - Deutschland 10:41.3. Spieltag: Niederlande - Deutschland 19:32. Handball Metz - HV Saar 34:22. skr