Der Sport ist ihm ein Herzensanliegen

Werner Klein hat sich 50 Jahre lang in verschiedenen Ämtern des Sports engagiert eingebracht. So spielte er nicht nur selbst Fußball beim SV Noswendel, sondern war auch Geschäftsführer und Vorsitzender des Vereins.

Tolle Ehrung für Werner Klein vom Sportverein Noswendel. Für sein überaus großes Engagement in verschiedenen Ämtern des Sports hat Staatssekretär Georg Jungmann vom Ministerium für Inneres und Sport den 66-Jährigen am Donnerstagabend im Beisein von Bürgermeister Fredi Dewald, Bürgerbeauftragter Manfred Maurer (Innenministerium), Stefan Krutten (MdL), Ortsvorsteher Rudi Hero (Noswendel) sowie einiger Weggefährten aus den Sportvereinen Noswendel und Wadern im Rahmen einer Feierstunde im Waderner Rathaus mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet.

Verdienste um den Fußball

"Werner Klein hat sich in seinem Heimatort fünf Jahrzehnte in verschiedenen Ämtern des Sports engagiert eingebracht. Er hat sich im Sportverein um das Wohl seiner Mitmenschen gekümmert, viel Herzblut investiert und damit vornehmlich dem Fußball in Noswendel einen großen Dienst erwiesen", würdigte Jungmann das Lebenswerk des Ehrenamtlers. Im Jahre 1955 trat Klein, geboren im Mai 1947, dem Sportverein Noswendel bei, war zunächst aktiver Jugendfußballer, später aktiver Fußballer bis zur Sparte Alte Herren. Bereits 1975 hat Klein begonnen auch ehrenamtliche Verantwortung im Vereinsvorstand zu übernehmen, zunächst als Geschäftsführer. Dieses Amt übte er bis 1983 aus. Es folgten neun Jahre im Amt des ersten Vorsitzenden. Durch seine Initiativen im Verein wurden die Dusch- und Umkleideräume im Clubheim renoviert, Küche und Aufenthaltsraum an das Vereinsheim angebaut. Ein neuer Sportplatz konnte 1992 fertig gestellt und eingeweiht werden. "Hiermit hat Klein wertvolle Grundlagen für einen geordneten Spielbetrieb geschaffen", lobte Jungmann das Engagement des Vereinsfunktionärs.

Spielgemeinschaft mit Wadern

Mit dem Wettbewerb "Unser Dorf spielt Fußball" hat Klein volkstümlich den Fußball in Erinnerung gehalten, damit für den Sport im Allgemeinen geworben und dem Verein eine Zukunftsperspektive gegeben. All dieser Einsatz habe sich gelohnt, denn der kleine Dorfverein ist mit einem außerordentlichen Erfolg, dem Aufstieg der ersten Fußballmannschaft in die damalige höchste Fußballklasse belohnt worden. Darüber hinaus hat er sich als Mitorganisator des über 25 Jahre bestehenden traditionellen Deko-Volkslaufes eingebracht.

Doch damit nicht genug. Im Hinblick auf den demographischen Wandel, der dem Verein mit großen Problemen ins Haus stand, hat Klein bereits frühzeitig Weitblick gezeigt und rechtzeitig die notwendigen Maßnahmen zur Bildung einer Spielgemeinschaft mit dem TuS 09 Wadern nicht nur eingeleitet, sondern auch zusammen mit seinen Vereinskameraden herbeigeführt. "Damit wurde wiederum Zukunft geschaffen für einen weiteren geordneten Spielbetrieb, was wiederum öffentliche Wertschätzung und Dank verdient", betonte Jungmann, heftete ihm die Verdienstmedaille ans Revers und überreichte die entsprechende Ehrenurkunde hierzu.

Sein Dank galt aber auch Ehefrau Ruth, die ihm über diese lange Zeit stets den Rücken frei gehalten hatte und sein freiwilliges Engagement mit viel Verständnis begleitet habe. Für sie gab es einen schönen Blumenstrauß. "Für unsere Stadt ist dies schon ein ganz besonderes Ereignis", sagte Bürgermeister Fredi Dewald. Werner Klein habe diese Auszeichnung, die allen viel Respekt abverlange, in hohem Maße verdient.

Ortsvorsteher Rudi Hero, sein Vorgänger Hermann Leidinger und die engsten Vereinsmitarbeiter schlossen sich mit lobenden Worten den Glückwünschen an. Klein bedankte sich für die Auszeichnung, die er auch mit viel Stolz entgegen nehme, aber auch all seinen Mitstreitern im Verein widme. "Damit ist unsere gemeinsame und vertrauensvolle Arbeit für den gesamten Verein anerkannt und gewürdigt worden", sagte Klein, denn jeder seiner Mitstreiter könnte ebenso ausgezeichnet werden.

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