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Der Saarbrücker „Frühlingsglaube“

Saarbrücken. Starke Gegner scheinen den Fußballerinnen des 1. FC Saarbrücken zu liegen – und am Sonntag ist der Zweitliga-Zweite FFC Frankfurt II zu Gast. Doch der FCS muss auf seine Kapitänin Sabine Blank verzichten. Christian Thonet

Es blüht und sprießt im Saarland. Der Frühling hält Einzug, längst vergessene Schönheit bahnt sich den Weg zurück ins Leben. Doch Schönheit ist nicht alles - das weiß die Gewöhnliche Haselwurz, und das wissen die Fußballerinnen des 1. FC Saarbrücken . Denn der Zweitligist wird immer wieder für seinen attraktiven Spielstil gelobt, doch die Ergebnisse sprachen nicht immer die gleiche Sprache.

An diesem Sonntag um 14 Uhr gastiert nun die Zweitvertretung des 1. FFC Frankfurt auf dem Kieselhumes - seines Zeichens Tabellenzweiter. Eigentlich ein willkommener Gegner, denn gegen vermeintliche Favoriten überzeugen die Saarländerinnen in der Regel. "Uns liegt es einfach, gegen Mannschaften zu spielen, die mitspielen und sich nicht nur hinten reinstellen und zerstören wollen. In diesen Fällen fehlt uns manchmal die Idee durchzukommen", sagt FCS-Co-Trainerin Sarah Karnbach: "Frankfurt ist diesbezüglich eine Mannschaft, die gewillt ist zu spielen, und ich denke, dass uns das besser liegt."

Doch bei allen Offensivbemühungen wird gerade die Defensive Beachtung finden müssen. Denn mit Sabine Blank (Rot-Sperre) fehlt nicht nur die Mannschaftsführerin des FCS, sondern auch eine Stammkraft in der Innenverteidigung. Kandidatinnen wären Emma Dörr und Sarah Franz, doch beide plagen sich derzeit noch mit Blessuren herum, was wiederum Allround-Waffe Alessia Jochum auf den Plan ruft, um den Part neben Julia Leykauf einzunehmen. "Ich spiele gerne zentral in der Innenverteidigung, da hat man noch mal mehr Verantwortung. Auch wenn ich am liebsten auf der Sechs spiele", sagt die 19-Jährige und unterstreicht, wie wichtig Blank für das Spiel der Saarbrückerinnen ist: "Ihre Routine und Erfahrung kommt uns jungen Spielerinnen sehr zugute, da es uns gerade in diesen Bereichen noch mangelt. Das ist wichtig für unser Spiel. Aber auch mit Emma und Sarah haben wir zwei sehr gute, junge Kräfte, die das auf jeden Fall kompensieren können."

Ebenfalls gilt es, die vergangene 3:4-Pleite gegen den Vorletzten Alemannia Aachen zu kompensieren. "Die Mädels haben gedacht, dass eine 2:0-Führung reicht. Aber wir müssen jeden Gegner bis zum Schluss ernst nehmen. Damit haben wir mit dem Team viel gesprochen und uns diesbezüglich zielgerichtet auf das Spiel gegen Frankfurt vorbereitet", sagt Teammanager Winfried Klein. Und um es mit Ludwig Uhlands letzten zwei Strophen aus seinem Gedicht "Frühlingsglauben" zu sagen: "Nun, armes Herz, vergiss die Qual! Nun muss sich alles, alles wenden."