Der Mann mit den 65 Masken

Seit 2003 haben die freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Kleinblittersdorf eine gemeinsame Atemschutzwerkstatt. Zum Inventar gehören 72 Pressluftflaschen, 40 Atemschutzgeräte und 65 Atemmasken.

Wenn das Feuer gelöscht ist und die Wehr in ihr Gerätehaus zurückkehrt - dann beginnt für Markus Gola aus Auersmacher meist eine Menge Arbeit. Denn Gola ist der Leiter der Atemschutzwerkstatt der freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde Kleinblittersdorf.

"Nach den Einsätzen liefern uns die Löschbezirke ihre Atemschutzgeräte und ihre Masken ab, und diese müssen gereinigt, desinfiziert und getrocknet werden", erklärt Gola, der über alles genau Buch führt.

72 Pressluftflaschen, 40 Atemschutzgeräte und 65 Masken gibt es für die fünf Löschbezirke in der Gemeinde Kleinblittersdorf. Jeder Löschbezirk hat auf seinen Einsatzfahrzeugen mindestens vier Atemschutzgeräte mit Masken. Nach den Einsätzen werden die gebrauchten Materialien in der Atemschutzwerkstatt sofort durch frische ersetzt, und für die Männer in der Werkstatt beginnt die Arbeit.

"Wir sind insgesamt zwölf Feuerwehrleute aus allen fünf Löschbezirken, die sich um die Arbeit in unserer Werkstatt kümmern. Wir sind sehr gut aufeinander abgestimmt, und die Arbeit funktioniert reibungslos", sagt Gola, der auf der Landesfeuerwehrschule einen Lehrgang zum Atemschutzgerätewart absolvierte.

Seit zehn Jahren gibt es die Atemschutzwerkstatt im Gebäude der Grundschule Auersmacher, genauso lange ist der 39-jährige Brandmeister Leiter der Werkstatt. Vor 2003 mussten die fünf Feuerwehren in der Gemeinde ihre Atemschutzgeräte von Fremdfirmen reinigen und warten lassen. Das war umständlich und kostete viel Geld, berichtet Gola. Seit Bestehen der eigenen Atemschutzwerkstatt hat die Gemeinde bislang eine fünfstellige Summe eingespart. Wie viele Euro genau gespart wurden, ist nach Angaben der Gemeindeverwaltung nicht zu berechnen.

"Man sollte sich auch vor Augen halten, warum diese Ersparnisse zustande kommen. Die Feuerwehr hat die Werkstatt in Eigenleistung damals hergerichtet und renoviert. Zudem verbringen wir hier mit zwölf Leuten große Teile unserer Freizeit und kümmern uns um alles. Diese ehrenamtlichen Leistungen sollten nicht unerwähnt bleiben", sagt Gola, der etwa 160 Stunden im Jahr in der Atemschutzwerkstatt verbringt. "Im Endeffekt sind wir froh, dass wir damals den Schritt gegangen sind. Wir sind unabhängiger durch unsere eigene Werkstatt, und die Wege sind viel kürzer als noch vor zehn Jahren", erklärt der Elektrikermeister, der bereits seit 27 Jahren Mitglied der freiwilligen Feuerwehr ist.