Der Luchs lugt wachsam aus dem Schnee

Saarbrücken. Frost und Schnee haben die Region im Griff. Aber von Winterschlaf kann im Saarbrücker Wildpark keine Rede sein. "Gerade die Luchse sind im Moment sehr aktiv, um sich warm zu halten", erzählt Ralf Blechschmidt. Der Wildpark gehört zum Gebiet des Revierförsters. Langeweile komme bei seinen Schützlingen nicht auf. Die Tiere kämen jetzt einfach häufiger an den Zaun

Saarbrücken. Frost und Schnee haben die Region im Griff. Aber von Winterschlaf kann im Saarbrücker Wildpark keine Rede sein. "Gerade die Luchse sind im Moment sehr aktiv, um sich warm zu halten", erzählt Ralf Blechschmidt. Der Wildpark gehört zum Gebiet des Revierförsters. Langeweile komme bei seinen Schützlingen nicht auf. Die Tiere kämen jetzt einfach häufiger an den Zaun. "Die haben genug Ansprache durch die Besucher, da müssen wir nicht selbst hinterherlaufen." Und fürs Fressen sei gesorgt, warmes Heu für Hütten und Unterstände noch für zwei Wochen da. Doch es wird Nachschub erwartet. Weil die Tiere jetzt mehr Energie benötigen, seien die Futterrationen erhöht, Nachschub auch hier bestellt: Der Wildpark bezieht sein Futterfleisch aus Holland oder aus Abdeckereien. Auch Wild, das in Jagdrevieren verendet ist, nehme der Park an. "Dann bekommen die Luchse auch mal ein ganzes Reh", sagt der Förster. Sie und die Wisente seien an die Kälte gewöhnt. Nur das Trinkwasser bereitet Schwierigkeiten: "Wir haben Probleme, die Tränken immer wieder aus Eimern zu füllen und eisfrei zu halten", sagt Blechschmidt. Morgens und abends, je nach Kälte auch zwischendurch, kontrollieren die Tierpfleger und Hilfskräfte die 15 Wasserstellen. Im Sommer sind die Tränken an eine Wasserleitung angeschlossen, die jetzt wegen Frostgefahr abgestellt ist. hcr

Der Eintritt in den Wildpark St. Johann ist frei. Er ist ganzjährig geöffnet. Die Gastronomie ist im Winter allerdings nur an den Wochenenden geöffnet.