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„Der Krieg beginnt hier“

Das Ostermarsch-Banner präsentieren (v.l.): Hermann Anell (AG Frieden Trier), Detlev Besier (Friedensinitiative Westpfalz), Waltraud Andruet (Pax Christi Saar), Meike Capps-Schubert (GI Café Kaiserslautern) und Markus Pflüger (AGF/DFG-VK Trier). Foto: Friedensnetz Saar
Das Ostermarsch-Banner präsentieren (v.l.): Hermann Anell (AG Frieden Trier), Detlev Besier (Friedensinitiative Westpfalz), Waltraud Andruet (Pax Christi Saar), Meike Capps-Schubert (GI Café Kaiserslautern) und Markus Pflüger (AGF/DFG-VK Trier). Foto: Friedensnetz Saar FOTO: Friedensnetz Saar
Saarbrücken. Das Friedensnetz Saar rechnet am Ostersamstag mit etwa 200 Teilnehmern, die in Saarbrücken gegen den Krieg demonstrieren werden. Der Protest richtet sich auch gegen die heimische Rüstungsindustrie und US-Stützpunkte. Dietmar Klostermann

. 56 Jahre nach dem ersten deutschen Ostermarsch von Hamburg zum Truppenübungsplatz Bergen-Hohne in der Lüneburger Heide, wo die Bundeswehr US-Atom-Kurzstrecken-Raketen vom Typ Honest John testete, begeben sich auch in diesem Jahr saarländische Friedensfreunde und Kriegsgegner auf eine Kurz-Demo in Saarbrücken . Ostersamstag wollen die Friedensmarschierer um 11 Uhr an der Johanniskirche aufbrechen und um 12 Uhr zur Kundgebung den St. Johanner Markt erreichen.

"Krieg ist die Fluchtursache Nummer eins", sagte Ostermarsch-Organisator Thomas Hagenhofer (Friedensnetz Saar) der SZ. Als Redner werde der Journalist Andreas Zumach auftreten, der am UN-Sitz in Genf über die Weltorganisation berichtet. Zumach werde die Lage in Syrien ins Zentrum stellen, so Hagenhofer. "Wir fordern Verhandlungslösungen, aber bitte mit allen Kriegsparteien, auch den Kurden", so der Ostermarsch-Organisator.

Der Ostermarsch sei auch Auftakt der Vortrags- und Demonstrations-Kampagne "Krieg beginnt hier. Widerstand dagegen auch", sagte Waltraud Andruet von der Pax Christi-Gruppe Saar. "Öffentliche Gelöbnisse der Bundeswehr im Saarland nehmen zu, Jugendoffiziere sind in Schulen präsent. Dagegen wollen wir aufstehen", sagte Andruet. Zudem soll gegen die Drohnen-Produktion beim saarländischen Rüstungshersteller Diehl protestiert werden. "Krieg ist nicht abstrakt. Es gilt, die Rüstungsindustrie auf zivile Produktion umzustellen", betonte Hagenhofer. Auch die US-Stützpunkte Ramstein, Büchel und Spangdahlem in der Region stehen im Zentrum der Proteste der Friedensfreunde. Zumach spricht am Karfreitag, 18 Uhr, bereits im Atelier in Saarwellingen, Bilsdorferstr. 28, über den Umgang mit dem Islamischen Staat.

krieg-beginnt-hier.de