Der FCS trifft das Tor nicht

Der 1. FC Saarbrücken II hatte im Oberliga-Spiel gegen die TSG Pfeddersheim am Samstag durchaus Chancen auf den Sieg. Chancen, die aber ungenutzt blieben. Nach dem 0:0 rutscht das Team auf den drittletzten Tabellenplatz.

Die zweite Mannschaft des 1. FC Saarbrücken ist im ersten Spiel des neuen Jahres trotz zahlreicher Profis im Kader nicht über ein 0:0 hinausgekommen. Auf dem heimischen Kunstrasen neben dem FC-Sportfeld war der FCS am Samstag in der Fußball-Oberliga zwar die aktivere Mannschaft, schaffte es aber gegen eine gut stehende TSG Pfeddersheim nicht, das entscheidende Tor zu erzielen.

Gästetrainer Norbert Hess war zufrieden. "Wir wussten, dass wir heute auf eine ganz andere Mannschaft treffen würden, als in der Vorrunde. Daher wollten wir erst einmal kompakt stehen. Das ist meinen Spielern sehr gut gelungen." Mit der Elf aus dem Vorrundenspiel, bei dem der FCS mit 0:4 untergegangen war, hatte die Saarbrücker Formation tatsächlich nicht mehr viel zu tun. Sechs "neue" Spieler standen auf dem Platz, fünf davon waren in der Hinrunde noch Teil des Profikaders. Frederic Ehrmann, Pascal Pellowski, Jaron Schäfer, Artur Schneider und Maurice Deville erhöhten wie Neuzugang Andy Steis die Qualität des FCS. Der überraschend auch ins zweite Glied verbannte Lukas Kohler hatte sich krankgemeldet.

Nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit kamen die Malstatter in der zweiten Hälfte besser in die Partie und erspielten sich gute Torchancen. Roman Hanschitz vergab zwei Hereingaben (54., 67.), Ehrmann (87.) scheiterte knapp bei einem Freistoß. Die beste Chance hatte Schäfer in der Nachspielzeit. Er spielte Gästetorwart Thorsten Müller aus und schoss den Ball aufs Pfeddersheimer Tor, doch ein gegnerischer Abwehrspieler klärte in höchster Not mit dem Kopf. Bitter für den FCS, aber auch für Gästespieler Yannick Krist, der sich in der Szene das Knie verdrehte und ins Krankenhaus gebracht werden musste. FCS-Trainer Bernd Eichmann war dennoch zufrieden. "Das Unentschieden geht in Ordnung, auch wenn wir die besseren Chancen hatten. Obwohl wir jetzt wieder auf einem Abstiegsplatz stehen, können wir auf der Leistung von heute aufbauen."

Durch den 2:1-Sieg des Konkurrenten SV Waldalgesheim gegen den SC Hauenstein rutschte der FCS auf den drittletzten Tabellenplatz. Um den Klassenverbleib zu sichern, will Jaron Schäfer alles geben, auch wenn er seine Degradierung verarbeiten muss. "Natürlich war die Nachricht für mich ein Schlag ins Gesicht. Meine Entwicklung in der Vorrunde war laut Trainerteam zufriedenstellend. Doch auch wenn ich jetzt in der Oberliga spiele, werde ich an mir arbeiten und versuchen, der Mannschaft zu helfen."

"Es ist klar, dass die Jungs enttäuscht sind, aber sie müssen jetzt das Beste aus der Situation machen. Heute war ich mit ihrer Einstellung zufrieden", sagte Eichmann dazu, auch wenn er Deville zehn Minuten vor dem Ende gegen Andreas Koch auswechselte. Eichmann sagte schmunzelnd: "Maurice hat am Mittwoch ein Länderspiel mit der luxemburgischen Nationalmannschaft, da wollte ich ihn ein bisschen schonen."