Der eineiige Zwilling der Hertha

Die Formkurve von Mit-Aufsteiger Spvgg. Burgbrohl verlief in dieser Oberliga-Saison nahezu identisch zu der des FC Hertha. Am Samstag kommen die Burgbrohler nach Wiesbach – und die Gastgeber haben mehrere gute Gründe, mit breiter Brust in die Partie zu gehen.

Vorsicht ist angesagt, wenn Fußball-Oberligist FC Hertha Wiesbach an diesem Samstag um 15.30 Uhr im heimischen Prowin-Stadion auf den Tabellenzehnten Sportvereinigung Burgbrohl trifft. Denn die Gäste aus der Vordereifel scheinen so etwas wie der eineiige Zwilling der Hertha zu sein. Beide Vereine stiegen vor der Saison erstmals in ihrer Geschichte in die Oberliga auf - und beide Vereine benötigten erst einmal ein wenig Anlaufzeit, um sich in der neuen Spielklasse zurechtzufinden.

Nach zehn Spieltagen lag Wiesbach auf dem letzten Tabellenplatz, Burgbrohl war Vorletzter. Im Anschluss führte der Weg beider Clubs dann aber steil nach oben. Nach 15 absolvierten Partien war Burgbrohl Elfter, der FC Hertha Zwölfter. Und nach Spieltag 21 fand sich Wiesbach auf dem siebten und die SpVgg. auf dem sechsten Rang wieder. Und hätte Burgbrohl am vergangenen Wochenende nicht nach 89 Minuten den 2:2-Ausgleich im Heimspiel gegen den FC Arminia Ludwigshafen kassiert, wären die zwei Vereine noch immer punktgleiche Tabellennachbarn.

"Die Qualität der beiden Teams ist sehr ausgeglichen", bestätigt Hertha-Trainer Helmut Berg, "das wird ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem die Tagesform entscheiden wird." Als körperlich präsente und konterstarke Mannschaft, die über gefährliche Standardschützen verfügt, hat Berg die Sportvereinigung aus dem Hinspiel in Erinnerung. Wiesbach verlor die Partie in Burgbrohl deutlich mit 4:1.

Trotzdem hat der FC Hertha allen Grund, am Samstag mit breiter Brust das Spielfeld zu betreten. Zum einen, weil Wiesbach am letzten Spieltag völlig verdient mit 2:1 beim Aufstiegsaspiranten Borussia Neunkirchen gewann, der bis dahin zu Hause ungeschlagen war. Zum anderen, weil Berg personell aus dem Vollen schöpfen kann. Erstmals in dieser Saison steht dem Trainer der komplette Kader zur Verfügung.