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Der Bräutigam ist modebewusster geworden

Statt des Konfirmanden-Looks darf es für den Bräutigam auch ein modischer Anzug sein. Foto: Ver
Statt des Konfirmanden-Looks darf es für den Bräutigam auch ein modischer Anzug sein. Foto: Ver FOTO: Ver
Saarbrücken. Hält eine Ehe 20 Jahre, feiert das Paar „Porzellanhochzeit“. So lange gibt es auch die Hochzeitsmesse „Trau“. In dieser Zeit ist die Zahl der Aussteller von 35 auf 120 gewachsen, und die Wünsche der Brautpaare wurden individueller. Christina Korb-Völke

Von der stilvollen Hochzeitskutsche bis hin zu Trauringparaden mehrerer Juweliere: "Trau - Die Hochzeitsmesse" feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Am Wochenende 14. und 15. Januar, jeweils von 10 bis 18 Uhr, bietet sich Brautleuten in der Saarbrücker Congresshalle die Möglichkeit, sich umfassend auf ihren großen Tag vorzubereiten. In den 20 Jahren habe sich die Hochzeitsmesse stark weiterentwickelt, sagt Frank Schumacher von der Agentur Livetime, zuständig für die Organisation der Veranstaltung: "Die Qualität hat sich verbessert". Aus den anfangs 35 Ausstellern seien inzwischen 120 geworden. Im Laufe der Jahre habe sich die Messe durchgesetzt. Sie gilt als größte Hochzeitsmesse im Saarland.



Die Idee zu "Trau - Die Hochzeitsmesse" sei damals ursprünglich entstanden, um die Bräute auf die große Vielfalt im Hochzeitsbereich aufmerksam zu machen und diese zu bündeln, um "für kürzere Wege zu sorgen". Über die Jahre hinweg habe sich jedoch viel verändert. So sind es etwa längst nicht mehr nur die Bräute , die großen Wert auf ihr Hochzeitskleid legen. Nein, die Männer holen auf. Auch sie sind modebewusster geworden. "Früher zogen die Männer oftmals sogar ihren - teilweise geänderten - Konfirmationsanzug an", sagt Schumacher. Inzwischen kaufe sich der Bräutigam jedoch eigens für die Hochzeit einen schicken Anzug, den man aber auch nach der Hochzeit wieder anziehen könne.

Und auch wenn es in jedem Jahr neue Trends gebe, was die Hochzeitsmode betreffe, so "lieben die meisten Frauen die romantische Version", betont er. Viel Wert werde inzwischen auf eine ganz persönliche Note gelegt. "Das fängt bei der Gestaltung der Karten an und hört bei den Flitterwochen auf", erklärt Schumacher. Dabei lassen es sich die Deutschen auch gerne viel kosten. Im Schnitt 30 000 bis 35 000 Euro werden in Deutschland für eine komplette Hochzeit mit allem Drum und Dran ausgegeben: "Das liegt daran, dass die Brautleute inzwischen etwas älter geworden sind und oft mitten im Leben stehen. Natürlich ist das nicht bei allen so", betont Schumacher.

Ein weiterer Trend seien ausgefallene Feierorte. Auf der Messe gebe es Firmen, die auf die Wünsche der Brautleute eingehen, wie zum Beispiel eine Hochzeit auf einer grünen Wiese, so Schumacher. Und wer mal dort heiraten will, wo sonst Stars auftreten, der könne dies übrigens in der Saarbrücker Congresshalle tun, fügt Susanne Schu vom Congress Centrum Saar hinzu.

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