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Der Baustellen-Manager

Er koordiniert die Baustellen in der Saarbrücker Innenstadt: Geograf Martin Meiser. Foto: Becker&Bredel
Er koordiniert die Baustellen in der Saarbrücker Innenstadt: Geograf Martin Meiser. Foto: Becker&Bredel FOTO: Becker&Bredel
Saarbrücken. Die Bahnhofstraße und das direkte Umfeld sind derzeit eine riesige Baustelle. An mehreren Stellen wird gebuddelt, abgerissen, gebaut. Was auf Außenstehende chaotisch wirkt, ist gut organisiert. Dafür sorgt Martin Meiser von der Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung (GIU). Von SZ-RedakteurinDörte Grabbert

In der Bahnhofstraße und auf der Berliner Promenade wird derzeit kräftig gebaut: Die Stadtwerke erneuern Gas- und Wasserleitungen. Dort, wo das Drescherhaus stand, wird das Rivage-Gebäude gebaut. Ab März soll die Schifferstraße angehoben werden. Die PSD-Bank baut ein neues Gebäude. Und die Fassade des H&M-Gbäudes soll im Frühjahr ebenfalls erneuert werden. Damit die Baustellen sich nicht gegenseitig behindern und das öffentliche Leben nicht lahmgelegt wird, haben die Stadt und die Stadtwerke der städtischen Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung (GIU) den Auftrag erteilt, die Bauarbeiten zu koordinieren. Diese Aufgabe übernimmt Martin Meiser.

Der Stadt geht es nach Angaben von Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer vor allem darum, während der Bauarbeiten "die Beeinträchtigungen für die Händler, Dienstleister und Anwohner so gering wie möglich zu halten". Damit das gelingt, lädt Martin Meiser die Beteiligten alle zwei Wochen zu einem Jour fixe. Ordnungsamt, Bauamt, Verkehrsamt, Verein für Handel und Gewerbe, Feuerwehr, Bauherren, Citymarketing, Veranstalter - alle Interessen müssen aufeinander abgestimmt werden. Das ist Meisers Job. Der Geograf ist Ansprechpartner, wenn es Probleme gibt, vermittelt bei Konflikten und ist mehrmals pro Woche auf den Baustellen unterwegs. Dabei hilft ihm seine Zusatzausbildung als Mediator, also als Vermittler bei Streitigkeiten, könnte man meinen. "Das habe ich aber hier noch nicht anwenden müssen", sagt er und lacht. "Denn die regelmäßigen Besprechungen helfen dabei, mögliche Konflikte früh zu erkennen und Lösungen zu finden", erläutert der Baustellen-Manager.

Ein wichtiger Punkt seien etwa die Sorgen der Geschäftsleute, dass durch die Dauerbaustelle der Stadtwerke die Kunden wegbleiben. Die Lösung, sagt Meiser: Die Stadtwerke erneuern die Leitungen auf der Bahnhofstraße in kleinen Abschnitten, damit die Geschäfte nicht allzu lange vom Publikumsverkehr abgeschnitten sind. "Es wird auch gebäudeweise gearbeitet, damit die Feuerwehr im Brandfall mit ihren Leitern an das Haus kann. Die Baustelle wandert dann alle zwei Wochen weiter", erläutert er. So seien auch die Vorgaben der Berufsfeuerwehr erfüllt. Das häppchenweise Bauen kostet aber erheblich mehr. "Für so eine Baumaßnahme kalkulieren wir normalerweise rund 1,1 Millionen Euro. Aktuell liegen wir aber bei 2,1 bis 2,2 Millionen Euro", ergänzt Franz-Josef Johann, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke. Doch das sei es der Stadt wert, versichert Rena Wandel-Hoefer.

Der Baustellen-Manager Martin Meiser ist nicht nur hinter den Kulissen aktiv. "Wir bemühen uns, auch die Bürger über die Bauarbeiten zu informieren", meint er. Es gibt Infoabende, Baustellenführungen und alle zwei Wochen für die Händler Infoblätter über den Stand der Arbeiten.

Wer in den Verteiler mit Infos zu den Baustellen will, schickt eine E-Mail an bahnhofstraße@giu.de

sb-schafft.de