Demenz-Versorgung: Gemeinde Wallerfangen tritt Netzwerk bei

Wallerfangen · Die Gemeinde Wallerfangen ist dem gerontopsychiatrischen Netzwerk beigetreten, das sich insbesondere die Optimal-Versorgung von Demenz-Erkrankten zum Ziel gesetzt hat. Im Wallerfanger Rathaus unterzeichneten Bürgermeister Günter Zahn und Dagmar Heib, die Vorsitzende des Demenz-Vereins Saarlouis, im Beisein von Erik Leiner, Leiter des Netzwerks, und Andreas Sauder, Vorsitzender der Landesfachstelle Demenz, eine entsprechende Vereinbarung.



Viele Gemeinden sind Partner

Bereits 2011 haben sich 35 Pflegeeinrichtungen, die sich ambulant oder stationär um demenzkranke Menschen im Kreis Saarlouis kümmern, zu diesem Netzwerk zusammengeschlossen. Auf Initiative des Demenz-Vereins Saarlouis und des Landkreises unterzeichneten sie den sogenannten Grundkonsens, dem sich noch weitere Partner anschlossen. Inzwischen gehören ihm fast alle Gemeinden im Landkreis an, berichtete Leiner.

Ziel: Situation verbessern

Ziel ist es, gemeinsam die Situation von Menschen mit Demenz und von pflegenden Angehörigen zu verbessern und auch die Krankheit zu enttabuisieren. Das Netzwerk soll vorhandene Hilfen verknüpfen und Impulse dafür geben, neue Hilfen zu etablieren. In Wallerfangen könnte sich Zahn zum Beispiel eine regelmäßige Beratungsstunde oder Veranstaltungen im geplanten "Haus der Generationen" vorstellen, erläuterte er. Auch die Dorfgemeinschaftshäuser auf dem Gau böten eine gute Infrastruktur für eine Zusammenarbeit. In Wallerfangen ist mit dem St. Nikolaus Hospital auch ein Bündnispartner vor Ort, der sich von Beginn an im Netzwerk engagiert.

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