Dem Saarland droht derzeit keine Grippewelle

Die Nase trieft, der Hals kratzt. Insbesondere im Winter sind viele Menschen anfällig für Erkältungskrankheiten. Eine Grippewelle droht derzeit aber nicht. Das saarländische Gesundheitsministerium teilt mit, dass seit Mitte November nur in einem einzigen Fall Influenza-Viren nachgewiesen wurden.

Die Zahl der Atemwegserkrankungen habe sich nun leicht erhöht, sei aber für die Jahreszeit auf einem normalen Niveau, so das Gesundheitsministerium. Saarlandweit hatten in der ersten Dezemberwoche 6,9 Prozent der Kindergartenkinder einen grippalen Infekt, in den Grundschulen waren es 6,2 Prozent der Kinder.

"Es sind keine gehäuften Fälle von Grippe bekannt", bestätigte auch Kerstin Kaiser, Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung des Saarlandes. Meist beginnt die jährliche Grippewelle im Januar, informiert das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI). "Um das individuelle Erkrankungsrisiko zu senken, sollten alle Schutzmöglichkeiten gegen Grippe genutzt werden", betont RKI-Präsident Reinhard Burger. Die wichtigste Schutzmaßnahme sei eine Impfung. Diese sollten vor allem chronisch Kranke, Ältere über 60, Schwangere und das Medizinpersonal vor jeder Grippesaison beanspruchen. Der Impfschutz ist gemäß RKI in 10 bis 14 Tagen aufgebaut.

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