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„De Hausmeischda“ sagt nach Kritik Auftritt bei AfD ab

Willi Jost, bekannt als „de Hausmeischda“ Foto: Becker&Bredel
Willi Jost, bekannt als „de Hausmeischda“ Foto: Becker&Bredel FOTO: Becker&Bredel
Saarbrücken. (jos) Der saarländische Komiker "de Hausmeischda" alias Willi Jost hat seinen Auftritt beim politischen Aschermittwochstreffen der Saar-AfD in Geislasutern abgesagt. Als Grund für seine Absage nannte Jost gegenüber der SZ massive Anfeindungen im Internet. Auf Facebook habe ihn jemand als "Nazi" bezeichnet, "das hat mich richtig verletzt", so Jost. Ein anderer habe in dem sozialen Netzwerk damit gedroht, dafür zu sorgen, dass "de Hausmeischda" nie wieder Auftrittsangebote bekomme. "Ich hatte Angst um meine Existenz", sagt Jost. Die Polizei will der 54-Jährige jedoch nicht einschalten.

Als die Saar-AfD Mitte Januar angefragt hatte, ob Jost bei dem Aschermittwochstreffen auftrete, "da habe ich mir überhaupt nichts dabei gedacht", sagt der Komiker. "Ich hätte da mein Programm gemacht, Geld verdient und fertig. Ich bin politisch nicht interessiert, und wenn ich da aufgetreten wäre, hätte das ja nicht gleich bedeutet, dass ich wie die eingestellt bin", erklärt Jost. Politisch habe er mit der rechtspopulistischen AfD nichts am Hut, so der 54-Jährige.



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