Das Wunder rückt immer näher

Mit dem 2:1 in Hauenstein hat Fußball-Oberligist SV Röchling Völklingen den sechsten Sieg in Folge gefeiert. Um den Klassenverbleib zu schaffen, will Völklingen am Mittwoch gegen den SC Idar-Oberstein nachlegen.

Auch der SC Hauenstein konnte den Siegeszug des SV Röchling Völklingen nicht stoppen: Mit einem 2:1 (0:1) beim Tabellenfünften der Fußball-Oberliga holte sich Völklingen Sieg Nummer sechs in Folge. Vor 250 Zuschauern vertraute Röchling-Trainer Günter Erhardt im Wasgaustadion auf fast die gleiche Formation, wie beim jüngsten 2:0 über die SV Elversberg II. Nur Marc Hümbert kam neu ins Team, er spielte an Stelle von Claudio Meli.

Hauenstein geht hohes Tempo

In der ersten Halbzeit setzten die Gastgeber Völklingen schwer unter Druck. "Hauenstein hat eine richtig gute Mannschaft und ging 45 Minuten lang ein hohes Tempo. Das war mit Abstand der stärkste Gegner, gegen den wir seit meinem Amtsantritt im Dezember gespielt haben", sagte Erhardt, betonte aber: "Mir war klar, dass Hauenstein dieses Tempo nicht über 90 Minuten durchhalten kann." Dennoch reichte es nach einem Tor von Florian Cordier (39.) zu einer 1:0-Halbzeitführung für Hauenstein.

In der zweiten Hälfte ließ Hauenstein tatsächlich etwas nach, während Völklingen nun seinerseits den Druck und das Tempo heraufschraubte und deutlich mehr Ballbesitz als die Hausherren hatte. In der 68. Minute fasste sich der immer stärker werdende Idir Meridja ein Herz, hielt einfach drauf und traf zum 1:1. "Ein Traumtor, das war der endgültige Brustlöser für uns, danach hatten wir ganz klar Oberwasser", sagt Erhardt: "Wir haben immer nach vorne gespielt, wollten nicht den einen Punkt halten, sondern den Dreier holen." Fast mit dem Schlusspfiff half das Glück des Tüchtigen dem SV Röchling zum Sieg, als Hauensteins Daniel Geiger beim Rettungsversuch den Ball ins eigene Netz beförderte (92.).

Heimspiel am Mittwoch

Obwohl Völklingen mit diesem Sieg den Abstand auf die Abstiegszone ein bisschen größer werden ließ, warnt Günter Erhardt: "Wir sind noch nicht gerettet." Um die Klasse zu sichern, brauche seine Mannschaft noch mindestens sechs Punkte. Drei davon sollen an diesem Mittwoch ab 19 Uhr zu Hause gegen den SC Idar-Oberstein geholt werden. "Idar ist wie Hauenstein ein ganz starker Gegner, hat ähnliche Qualitäten", sagt Erhardt. Seine Zielsetzung war es, aus den beiden Spielen gegen Hauenstein und Idar-Oberstein "drei oder vier Punkte" zu holen, drei hat Völklingen schon, was den Druck ein wenig wegnimmt. Deshalb wird Erhardt - auch wegen der "englischen Woche" - in den nächsten Tagen die Trainingsintensität ein wenig herunterschrauben.

Im Hinblick auf die anstehenden schwierigen Restaufgaben sagt er: "Wenn wir am Ende tatsächlich den Klassenverbleib geschafft haben, käme das einem Wunder gleich. Wir waren doch im Winter hoffnungslos abgeschlagen."