„Das Smartphone als Sensorplattform“

„Das Smartphone als Sensorplattform“ ist Thema des Vortrages von Richard Fix, zu dem der VDE Saar am Donnerstag, 4. Februar, ab 19 Uhr in die Industrie- und Handelskammer des Saarlandes lädt.

Sensoren - so erläutert der Verband der Elektrotechnik und Elektronik (VDE) Saar - seien heute allgegenwärtig, weil sie die für eine Informationsgesellschaft nötigen Daten liefern. Auf diesen Sensoren bauten eine Vielzahl von Funktionen auf, sowohl in industriellen Prozessen als auch im Alltag. Gerade im Smartphone sei heute bereits eine Vielzahl unterschiedlicher Sensoren eingebaut. In seinem Vortrag - das kündigt der VDE an - beleuchte Fix die Technologie, die heutige Sensorik und auch zukünftige Trends. In einem typischen Smartphone seien heute bereits über ein Dutzend Sensoren integriert, mehrere Kameras und Mikrofone, Licht-, Näherungs- und Touchsensoren sowie mehrachsige Inertial- (Beschleunigung, Drehrate) und Magnetfeldsensoren (Kompass). Als nächstes würden Sensoren zur Umweltüberwachung, also für Luftdruck, Feuchtigkeit, Temperatur und Raumluftqualität Einzug in viele Geräte halten.

Die Sensoren bestimmten die Qualität der Basisfunktionen des Smartphones , weil zum Beispiel durch drei oder sogar mehr Mikrofone die Sprachqualität verbessert und störende Umgebungsgeräusche unterdrückt werden könnten. Inertialsensoren drehten nicht nur den Bildschirm in die jeweils gewünschte Richtung, sondern verbesserten auch die Bildqualität durch Verwacklungsschutz, steuerten Spiele und erlaubten die Navigation innerhalb von Gebäuden, wo kein GPS-Signal zur Verfügung stehe. Drucksensoren seien empfindlich genug, um das Stockwerk in einem Gebäude an Hand des Luftdrucks erkennen zu können, sie lieferten mit Temperatur- und Feuchtesensoren aber auch die Daten für eine personalisierte Wetterstation. Gassensoren, deren Einführung in Kürze bevorstehe, könnten die Umgebungsluftqualität messen, vor allem in Innenräumen, könnten aber auch zur Bestimmung des Atemalkohols eingesetzt werden.

Dabei stehe die Leistungsfähigkeit der Sensoren scheinbar im Widerspruch zu den Randbedingungen in Smartphones , die extrem kleine Sensoren mit geringer Leistungsaufnahme zu sehr niedrigen Preisen forderten.

www.vde-saar.de

Mehr von Saarbrücker Zeitung