Das Leben in Reime fassen

Die AG Wortakrobaten des Albert-Einstein-Gymnasiums veranstaltete zum ersten Mal einen sogenannten öffentlichen Poetry Slam. Bei diesem Wettbewerb mussten Schüler das Publikum von der Qualität der von ihnen selbst verfassten Gedichte überzeugen.

Vor rund 160 Zuhörern präsentierten Schüler des Völklinger Albert-Einstein-Gymnasiums kürzlich ihre selbst gereimten Werke. Poetry Slams, bei denen Laien - Slammer - mit selbstverfassten Texten um die Gunst des Publikums konkurrieren -, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Veranstaltet wurde der Wettbewerb von der schuleigenen Arbeitsgemeinschaft (AG) Wortakrobaten, in der Schüler das kreative Schreiben und publikumswirksame Vortragen üben können.

Thematischer Rahmen der Show in der schuleigenen Aula war der Zirkus. So "peitschte" ein Dompteur die Slammer von der Bühne, wenn sie den vorgegebenen zeitlichen Rahmen von sieben Minuten nicht einhielten. Wie bei einem zünftigen Poetry Slam üblich, eröffnete das sogenannte Opferlamm - ein Slammer oder eine Slammerin, der oder auch die außer Konkurrenz startet - mit ersten Wortspielen zum Thema Zirkus den Abend und machte deutlich, was die Gäste in den folgenden zwei Stunden erwarten würde.

Die Beiträge spiegelten die Interessenvielfalt der neun Teilnehmer wider: Fantastische Einkaufserlebnisse, das Leben aus der Perspektive einer Fünftklässlerin, die Tücken sozialer Netzwerke oder auch ein Liebesgedicht an eine Untote waren etwa Themen, mit denen sich die Slammer dem Publikum stellten. Neben dem breit gefächerten Themenspektrum wurden auch unterschiedliche Stilarten des Slam dargeboten. So reichten die Beiträge der Slammer von Prosa-Texten über Lyrik bis hin zu Rap. Zum Abschluss trugen die Teilnehmer gemeinsam einen Teamtext vor.

Zum Thema:

Auf einen BlickDie Veranstaltungsform des Poetry Slams entstand 1986 in Chicago und verbreitete sich in den 1990-er Jahren weltweit. Die deutschsprachige Slam-Szene gilt nach der englischsprachigen als die zweitgrößte der Welt. red