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„Das Gebäude ist ohne Belang“

Im April 2012 zog das Katasteramt aus dem gemeinsam mit dem Amtsgericht genutzten Haus aus. aus. Der markante Schriftzug am Gebäude wurde entfernt. Foto: Rolf Ruppenthal
Im April 2012 zog das Katasteramt aus dem gemeinsam mit dem Amtsgericht genutzten Haus aus. aus. Der markante Schriftzug am Gebäude wurde entfernt. Foto: Rolf Ruppenthal FOTO: Rolf Ruppenthal
Merzig. Der JU-Vorschlag, die Hochschule im ehemaligen Katasteramt unterzubringen, hatte für Verwunderung gesorgt. Nachdem feststeht, dass fast alle Räume wieder belegt sind, meldet sich die JU erneut zu Wort. Von SZ-RedakteurWolf Porz

Verwundert hätten sich die Mitarbeiter des Amtsgerichtes die Augen gerieben, schrieb Personalratsvorsitzender Martin Debong in der SZ vom 6. Februar als Reaktion auf einen Vorstoß der Jungen Union. Diese forderte wenige Tage zuvor eine Hochschule für die Großregion und hatte die Räume des Katasteramtes als Standort ins Gespräch gebracht. "Das geht nicht", sagte Debong, "fast alle Räume sind wieder belegt."

"Es freut uns zu hören, dass die Räume des Katasteramtes weiterhin fast vollständig genutzt werden", schreibt JU-Kreisvorsitzender Philip Hoffmann in seiner Antwort. Gerne komme die Junge Union auf das Angebot Debongs zurück und informiere sich vor Ort über die Räume im Amtsgericht. Hoffmann weist aber die Vorwürfe entschieden zurück, man verfasse sinnlose Pressemitteilungen, wie Debong schrieb: "Ganz im Gegenteil. Die Idee einer gemeinsamen europäischen Hochschule liegt uns sehr am Herzen und stellt keine sinnlose Pressemeldung dar. Sie muss bei allen Betrachtungen im Vordergrund stehen und sollte konsequent weiterverfolgt werden." Sollte die JU Mitarbeiter des Amtsgerichtes mit ihrer Meldung erschrocken haben, "so tut uns dies leid", entschuldigt sich der junge Politiker, hält aber aus seiner Sicht fest: "Der Ton, der uns in dieser Debatte vom Personalratsvorsitzenden entgegengebracht wurde, ist jedoch fehl am Platz."

Die Junge Union habe in ihrer Forderung einer internationalen Hochschule als einen von vielen Standorten die alten Räume des Katasteramtes vorgeschlagen. "Uns ist bewusst, dass das Katasteramt im Amtsgericht untergebracht war und nicht das ganze Gebäude freisteht", sagt Hoffmann. "Jedoch wurde zum Zeitpunkt der Erstellung der Pressemitteilung der JU eine Diskussion über einen Auszug aus dem Katasteramt geführt und wohl versäumt, die neue Nutzung der Räume einer breiten Öffentlichkeit mitzuteilen."

Die derzeitigen Sparpläne an der Universität Saarbrücken würden die Zukunft unseres Landes gefährden, findet die JU. Sie mahnt dringend ein auf europäischer Ebene abgestimmtes Hochschulkonzept im Saarland an, um dem schon eingesetzten Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

"Der Spardruck, der auch die anderen QuattroPole-Städte betrifft, kann dazu genutzt werden, eine starke und zukunftsfähige Bildungseinrichtung inmitten der Großregion zu schaffen", schlussfolgert der JU-Kreischef. "In unserem Vorschlag ging es primär darum, die Idee umzusetzen, nämlich die Wirtschaftsschulen von den QuattroPole-Städten Metz, Luxembourg, Saarbrücken und Trier zu einer starken international anerkannten QuattroPole Business School zusammen zu legen. In welchem Gebäude im Landkreis diese später ihren Sitz findet, ist für uns ohne Belang, und das Katasteramt war lediglich Diskussionsvorschlag, weil dieses teilweise leer stand und Merzig eine zentrale Lage innerhalb der Großregion besitzt."

Die Junge Union rede definitiv keiner Schließung des Amtsgerichtes das Wort: "Ganz im Gegenteil. Wir setzen uns seit Jahren für den Erhalt verschiedenster Institutionen direkt vor Ort, nahe beim Bürger, ein und gegen deren Schließung oder Verlagerung nach Saarbrücken oder Berlin. Das Amtsgericht ist eine wichtige Institution in der Kreisstadt Merzig, und der Verzicht auf das Katasteramt ist für uns schon ärgerlich genug."