Das „Energiefeld“ ist nun bestellt

Mit dem Solarpark Bubach geht das dritte und größte Projekt der Eppelborner Bürger-Energie-Genossenschaft (BEE) ans Netz. Rund 2,9 Millionen Euro wurden investiert. Betreiber der Anlage ist die Solarpark Bubach GmbH mit Sitz in Eppelborn.

. Ratzfatz ist aus einem unscheinbaren Stück Land ein Solarpark geworden. Am Freitagmittag bei der Einweihung des Solarparks Bubach funkelten die blitzblanken Module mit der Sonne und den Eröffnungsrednern um die Wette.

Die Hühner in ihrem Auslauf am Wegesrand waren etwas verwirrt ob der illustren Menschenkarawane, die sich vom Bubacher Ortsrand zum neuen Solarpark schlängelte. Allen voran Jürgen Klaumann als Vorstand der Bürger-Energie-Genossenschaft (BEE). Er verhehlte in seiner Rede nicht, dass die Planungen für den Solarpark im vergangenen Jahr allen Beteiligten einige schlaflose Nächte bereitet hätten. Denn angesichts der "negativen Diskussionen" um das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) habe man das Für und Wider besonders sorgfältig abwägen müssen. Doch mit Rückenwind vom Gemeinderat, dem Interesse der Bürger an der Genossenschafts-Idee und der Kompetenz der Projektpartner wie der Ökostrom Saar und der Levo-Bank sei die Umsetzung gelungen. Ein besonderer Dank Kleemanns ging auch an die Leute auf der Baustelle, die teilweise unter widrigsten Wetterbedingungen die Module montiert hätten.

Der saarländische Wirtschafts-Staatssekretär Jürgen Barke (SPD) fand in Bubach den neuen Saarland-Slogan "Großes entsteht im Kleinen" bestätigt. "Das ist ein gutes Projekt", lobte er die Eppelborner Initiative, machte aber deutlich, dass die beste Energie die sei, die man erst gar nicht verbrauche.

An die Landesregierung gerichtet, wünschte sich die Eppelborner Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset die entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen, damit Kommunen künftig beispielsweise auf dem Energiesektor selbst unternehmerisch tätig werden können. Das passende Leitbild "Voll Energie" soll in Eppelborn jetzt präsentiert werden. Und um anders lautende Gerüchte zu entkräften, machte die Verwaltungschefin klar: "Der Vorstand der BEE arbeitet ehrenamtlich, ohne jede Bezüge".

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Auf einen BlickNach einer Bauzeit von rund drei Monaten geht der Solarpark Bubach ans öffentliche Netz. Mit einer elektrischen Leistung von 2,8 Megawatt peak werden künftig 2,7 Millionen Kilowattstunden Solarstrom im Jahr produziert. Hiermit können rechnerisch rund 800 Drei-Personen-Haushalte mit regenerativer Energie versorgt werden. Auf dem rund vier Hektar großen Baufeld, in einem 110 Meter langen Streifen südlich der Bahntrasse, sind 11 300 Solarmodule verbaut. Bei der Planung wurde großer Wert auf einen ökologische und umweltverträgliche Gestaltung gelegt, wie die BürgerEnegieEppelborn (BEE) mitteilt. Rund ein Drittel der Projektfläche dient dem ökologischen Ausgleich. Die BEE wurde 2012 gegründet und hat zurzeit 174 Mitglieder mit einem Bürgerkapital von einer halben Million Euro. sl