Darmkrebspatienten wandern 185 Kilometer

Saarbrücken. Dass Menschen auch mit Behinderung körperlich aktiv sein können, zeigten Heiko Alter, Roswitha Treib und Gernot Geimer. Die drei leiden unter den Folgen einer Darmkrebsoperation. Trotzdem wanderten sie in acht Tagen die 185 Kilometer lange Strecke von Speyer nach Saarbrücken.Heiko Alter erkrankte 2004 an Darmkrebs und musste operiert werden

Saarbrücken. Dass Menschen auch mit Behinderung körperlich aktiv sein können, zeigten Heiko Alter, Roswitha Treib und Gernot Geimer. Die drei leiden unter den Folgen einer Darmkrebsoperation. Trotzdem wanderten sie in acht Tagen die 185 Kilometer lange Strecke von Speyer nach Saarbrücken.Heiko Alter erkrankte 2004 an Darmkrebs und musste operiert werden. Dabei entfernten ihm die Ärzte das Endstück des Darms (Rektum). Doch den Lebensmut ließ er sich nicht nehmen: "Meine Behinderung hat sich gefälligst mit mir zu arrangieren!" So hat er den Traum, den 800 Kilometer langen Jakobsweg zu bewältigen. Die Wanderung von Speyer nach Saarbrücken war dafür ein Testlauf. Zwei weitere Mitglieder der Selbsthilfegruppe für Darmkrebs-Patienten im Saarland begleiteten ihn. Diese Gruppe trifft sich jeden ersten Donnerstag im Monat in der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland (KISS). "Hier tauschen Betroffene ihre Erfahrungen aus", erzählt Alter. Die Mitglieder geben sich gegenseitig Tipps, um den Alltag mit der Krankheit besser bewältigen zu können: "Wir sagen Betroffenen zum Beispiel, wo sie den Schlüssel für alle Behindertentoiletten in Deutschland bekommen." Das ist für Darmkrebspatienten besonders wichtig, denn oft müssen sie sehr schnell eine Toilette finden. Das war auf der Wanderung von Speyer nach Saarbrücken das größte Hindernis. Doch die Gruppe wusste sich zu helfen: "Das ist vor allem eine Frage der richtigen Ernährung", sagt Alter. Das heißt: Kein üppiges Mittagessen, um nicht während der Wanderung mitten im Niemandsland eine böse Überraschung zu erleben.