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Darmkrebs: Weniger Neuerkrankungen und Todesfälle dank Vorsorge

Darmkrebs: Weniger Neuerkrankungen und Todesfälle dank Vorsorge

Nachdem im Jahr 2002 die Vorsorge-Darmspiegelung in das gesetzliche Krebsfrüherkennungs-Programm in Deutschland aufgenommen wurde, ist im Zeitraum 2003 bis 2012 ein Rückgang der Darmkrebs-Neuerkrankungsraten im Saarland um 29 Prozent bei den Männern und 21 Prozent bei den Frauen verzeichnet worden.

Das teilte das Gesundheitsministerium gestern mit. Bundesweit wurde ein Rückgang um 21 Prozent bei Männern und 27 Prozent bei Frauen beobachtet. "Die Daten zeigen, dass das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken oder zu versterben seit Einführung der Vorsorge-Darmspiegelung deutlich gesunken ist", erklärte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU ). Zuvor war die Neuerkrankungsrate über mehrere Jahrzehnte angestiegen. Bei der Vorsorge-Darmspiegelung können Darmkrebsvorstufen entdeckt und entfernt werden. Von 2003 bis 2014 nahm etwa jeder vierte anspruchsberechtigte Saarländer (ab 55 Jahren) das Vorsorgeangebot wahr.